Presseinformation

Salzeinfluss im Umfeld der Kalihalde Neuhof ist stabil

Neuhof-Ellers, 24.04.2026 
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Hessen (BUND) und die Bürgerinitiative Umwelt Neuhof haben Behauptungen zur Kalihalde Neuhof‑Ellers veröffentlicht, die aus Sicht von K+S in wesentlichen Punkten falsch sind. Die Aussagen widersprechen den vorliegenden Messdaten und nachgewiesenen Erkenntnissen zur Halde. Diese zeigen, dass der Salzeinfluss im Haldenumfeld stabil ist. Von einer dramatischen Entwicklung kann keine Rede sein.

Die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse im Umfeld der Halde werden seit vielen Jahren untersucht. Die bestehende Salzwasserbeeinflussung im Haldenumfeld, die vor allem aus alten Bereichen der Halde ohne die heute übliche Untergrundvorbereitung stammt, ist seit Langem bekannt, und ihr Ausmaß wird von K+S und den zuständigen Fachbehörden auf Basis umfangreicher Untersuchungen engmaschig überwacht. Die Messungen zeigen deutlich, dass sich der Bereich im Umfeld der Halde, der von Salzwässern beeinflusst ist, insgesamt stabil verhält. Zudem zeigen mehrere Messstellen deutliche Rückgänge der Mineralisation.

Darüber und über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Salzbeeinflussung hat K+S den Runden Tisch Neuhof – und damit auch den BUND und die Bürgerinitiative – bereits mehrfach informiert. Daher überrascht es, wenn diese nun von einer dramatischen Entwicklung sprechen. Die vorliegenden Messungen lassen eine solche alarmistische Interpretation nicht zu. Es gibt aktuell keine zunehmende Ausbreitung salzhaltiger Wässer im Bereich der Halde.

Aussagen von Dr. Krupp sind wissenschaftlich nicht haltbar

Der von der Bürgerinitiative beauftragte und vom BUND zitierte Gutachter Dr. Ralf Krupp stellt Behauptungen auf, die eben nicht plausibel sind. Sie sind wissenschaftlich nicht haltbar, und wesentliche Fakten werden nicht berücksichtigt. Das betrifft insbesondere seine Kernaussagen zu dem Verhalten von Wässern innerhalb der Halde und deren angeblicher Verbindung zum Grundwasser. Die chemischen Eigenschaften des Wassers und sein Fließverhalten sind bekannt, werden fachlich bewertet und erlauben keine derart vereinfachenden und polemischen Aussagen, wie sie Dr. Krupp tätigt, der seit über 20 Jahren als Kritiker des Kalibergbaus auftritt, ohne dass er Fachbehörden, Gutachter und Sachverständige von der Richtigkeit seiner Thesen überzeugen konnte. 

Trinkwasserversorgung ist nicht gefährdet

Das Regierungspräsidium Kassel hat ausdrücklich bestätigt, dass keine Gefahr für die Trinkwasserversorgung von Neuhof besteht. Messstellen und ergänzende Grundwasseruntersuchungen zwischen Halde und Trinkwassergewinnung zeigen keine Entwicklungen, die auf einen Einfluss von Haldenwässern hinweisen. Diese fachbehördliche Bewertung steht im klaren Widerspruch zu den Aussagen von Dr. Krupp, der Bürgerinitiative und des BUND.

Konsequente Maßnahmen zur Begrenzung der Versalzung

Unabhängig davon hat K+S bereits konkrete Maßnahmen ergriffen, um die vorhandene Versalzung im Untergrund weiter zu begrenzen. Dazu zählt unter anderem ein bereits in Betrieb befindlicher Entnahmebrunnen zur gezielten Fassung salzhaltiger Wässer im Südwesten der Halde. Zudem befindet sich eine umfangreiche Verlängerung der Tiefendrainage im östlichen Teil der Halde in Vorbereitung. Diese Maßnahmen, über die der Runde Tisch ebenfalls informiert ist, werden in intensiver Beratung mit den Behörden umgesetzt.

K+S kritisiert ausdrücklich, dass der BUND und die Bürgerinitiative ein öffentliches Schreckensszenario zeichnen und auf offensichtliche Fehlinterpretationen von Dr. Krupp setzen. Solche haltlosen Darstellungen schüren in der Bevölkerung nur unnötige Ängste und erzeugen Verunsicherung. Eine verantwortungsvolle Umweltdebatte muss sich an belastbaren Daten, wissenschaftlich fundierten Bewertungen und überprüfbaren Fakten orientieren – nicht an spekulativen Behauptungen.

Transparente Information der Öffentlichkeit

K+S steht weiterhin für Transparenz und den offenen Dialog mit allen Beteiligten. Grundlage dafür müssen geprüfte Daten, wissenschaftliche Untersuchungen und eine sachliche Einordnung der tatsächlichen Situation sein. Wer sich über die Halde Neuhof informieren möchte, hat dazu im Übrigen bei der Veranstaltung „Kaliwerk und Neuhof: miteinander für morgen“ regelmäßig Gelegenheit. Sie findet jeweils am ersten und dritten Donnerstag des Monats in der Kantine des Kaliwerks statt. Die nächsten Termine sind am 7. und 21. Mai, jeweils von 16 bis 18 Uhr.

Über K+S

Wir leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag: Landwirten helfen wir bei der Sicherung der Welternährung. Mit unseren Produkten halten wir zahlreiche Industrien am Laufen. Wir bereichern das tägliche Leben von Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Mit rund 11.000 Mitarbeitern, Produktionsstätten auf zwei Kontinenten und einem weltweiten Vertriebsnetz sind wir ein verlässlicher Partner für unsere Kunden. Gleichzeitig richten wir uns neu aus: Wir setzen noch stärker als bisher auf Düngemittel und Spezialitäten. Wir werden schlanker, kosteneffizienter, digitaler und leistungsorientierter. Auf einer soliden finanziellen Basis erschließen wir uns neue Märkte und Geschäftsmodelle. Wir bekennen uns zu unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung in allen Regionen, in denen wir tätig sind.

Ihr(e) Ansprechpartner

Janz marcus.janz@k-plus-s.com
Marcus Janz
Leiter Communications & Brands

Weitere Beiträge

Per Klick zu folgenden Themengebieten springen:

Social Media

Folgen Sie uns auf