Die Querung des FFH-Gebietes „Brand“, westlich der Halde Niedersachsen, wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach erörtert, sowohl mit Politikern als auch mit Genehmigungsbehörden sowie in den Antragsunterlagen zur Haldenabdeckung. Das Ergebnis war für alle Varianten stets, dass eine Querung aus umweltrechtlichen Gründen als nicht genehmigungsfähig anzusehen und Abdeckmaterial bevorzugt über andere Wege zur Halde zu transportieren ist. Eine Querung des FFH-Gebietes wurde daher im Planungsprozess als nicht realisierbar verworfen. „Bevor K+S eine Querung erneut prüft, müssten die beteiligten Genehmigungsbehörden signalisieren, dass ein solches Vorhaben prinzipiell Aussicht auf Erfolg hat“, sagt Dr. Fabian Schemmel, Geschäftsführer der K+S Baustoffrecycling GmbH (BRC). „Dafür müsste sich nach heutigem Kenntnisstand die Gesetzeslage ändern.“
K+S begrüßt sachlichen Austausch zur Haldenabdeckung
„Im Sinne einer guten Nachbarschaft ist uns ein sachlicher und konstruktiver Austausch mit den Menschen in der Region sehr wichtig“, sagt Fabian Schemmel. Der Geologe leitet die BRC. Diese Tochtergesellschaft von K+S hat die Schwesterhalde des ehemaligen Kaliwerks Friedrichshall in Sehnde bereits erfolgreich abgedeckt und begrünt.
Ergebnisse der Mediation werden für Haldenabdeckung berücksichtigt
„Jeder Schritt einer Haldenabdeckung wird sorgsam vorbereitet, analysiert, hinterfragt und geprüft“, erklärt Schemmel. In den Jahren 2021 und 2022 fand darüber hinaus über elf Monate ein Mediationsverfahren zum Umgang mit der Halde Niedersachsen und der Grube Niedersachsen-Riedel statt, in der es insbesondere um Fragen der Verkehrsbelastung sowie um eine mögliche Querung des FFH-Gebietes „Brand“ ging.
Diese Themen sind auch Gegenstand der Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Haldenabdeckung vom 20. Februar 2023, die am OVG Lüneburg anhängig sind. Solange keine abschließende juristische Entscheidung vorliegt, kann K+S auch keine verbindlichen Aussagen zu diesen Themen machen.
„Die Abdeckung der Halde ist die beste Maßnahme, um ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren“, sagt Fabian Schemmel. „Wir sind offen, uns auf Basis der Mediationsergebnisse weiter mit allen Beteiligten zu beraten.“ Ein Ergebnis des Mediationsverfahrens war unter anderem, dass in der Grube Niedersachsen-Riedel nicht genügend Restvolumen vorhanden ist, um die gesamte Halde Niedersachsen vollständig nach unter Tage zu verbringen. Ein Verkehrsgutachten hat außerdem ergeben, dass die umliegenden Straßen leistungsfähig genug sind, um die Abdeckmaterial-Transporte aufzunehmen.
Über K+S
Wir leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag: Landwirten helfen wir bei der Sicherung der Welternährung. Mit unseren Produkten halten wir zahlreiche Industrien am Laufen. Wir bereichern das tägliche Leben von Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Mit rund 11.500 Mitarbeitern, Produktionsstätten auf zwei Kontinenten und einem weltweiten Vertriebsnetz sind wir ein verlässlicher Partner für unsere Kunden. Gleichzeitig richten wir uns neu aus: Wir setzen noch stärker als bisher auf Düngemittel und Spezialitäten. Wir werden schlanker, kosteneffizienter, digitaler und leistungsorientierter. Auf einer soliden finanziellen Basis erschließen wir uns neue Märkte und Geschäftsmodelle. Wir bekennen uns zu unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung in allen Regionen, in denen wir tätig sind. Erfahren Sie mehr über K+S unter www.kpluss.com.
Über das Werk Niedersachsen-Riedel
In Niedersachsen-Riedel wurde Kalisalz und Steinsalz abgebaut. Das Werk war von 1910 bis
1997 in Betrieb. Anfang der 1950er-Jahre hat sich das Werk Niedersachsen mit dem
benachbarten Werk Riedel in Hänigsen zusammengeschlossen. Riedel konzentrierte sich auf
die Herstellung von Steinsalzerzeugnissen, während in Wathlingen die gemeinsame
Kaliproduktion übernommen wurde. Der Grubenbetrieb der beiden Standorte wurde bis in eine
Teufe von 1525 m vorgetrieben und galt lange Zeit als weltweit tiefstes Kalibergwerk. Bei der
Bergung von Kampfmitteln aus einer untertägigen Munitionsanstalt der Wehrmacht kam es am
18. Juni 1946 zu einem schweren Unglück, bei dem 85 Menschen ihr Leben verloren. Dabei
explodierte der Großteil von 11.000 Tonnen Munition, die sich noch im Bergwerk befanden.
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