Markierter Untersuchungspunkt in einem Getreidefeld zur Erkundung des Untergrunds im Umfeld einer Halde. Im Hintergrund sind Waldflächen und die Haldenflanke unter bewölktem Himmel zu sehen.
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Baugrunderkundungen für die zukünftige Flankenabdeckung

21.08.2026 
Wer in diesen Tagen rund um die Halden Hattorf und Wintershall spazieren geht, wird an einigen Stellen Holzpflöcke mit Fähnchen im Gelände entdecken. Die auffälligen Markierungen sorgen bei manchem Beobachter sicherlich für die Frage: Was wird hier vorbereitet?

Dahinter verbergen sich die aktuell stattfindenden Baugrunderkundungen für die zukünftige Flankenabdeckung. Die markierten Punkte kennzeichnen die Stellen, an denen der Untergrund untersucht wird. 
Die Baugrunderkundungen sind ein wichtiger Vorbereitungsschritt für die spätere Flankenabdeckung. In den Bereichen, die künftig als Aufstandsflächen dienen sollen, werden die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Untergrundes untersucht. Die Ergebnisse zeigen, ob der Baugrund die späteren Lasten sicher aufnehmen kann und ob vor der Herstellung der Flankenabdeckung zusätzliche vorbereitende Maßnahmen erforderlich sind.
Für die Durchführung der Baugrunderkundungen wurden Sonderbetriebspläne erstellt und durch die zuständigen Behörden genehmigt. Auf hessischer Seite erfolgte die Genehmigung durch das Regierungspräsidium Kassel, auf thüringischer Seite durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.
Vor Beginn der Arbeiten werden Gespräche mit den Eigentümern und Pächtern der betroffenen Flächen geführt. Außerdem werden die genaue Lage der Untersuchungsstellen sowie die anzuwendenden Verfahren vorab mit der beauftragten Bohrfirma abgestimmt. Anschließend werden die Bohransatzpunkte durch die Markscheider, unserem hausinternen Vermessungsteam, im Gelände eingemessen und mit Pflöcken sowie Markierungsfähnchen gekennzeichnet. Erst wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnen die eigentlichen Untersuchungen vor Ort.

Kleinbohrgerät zur Untersuchung des Untergrunds auf einer Grünfläche am Fuß einer Halde. Im Hintergrund sind die Haldenflanke, Waldflächen und landwirtschaftlich genutzte Flächen zu sehen.
Untersuchungsbereich für die Baugrunderkundung vorlaufend für die Haldenflankenabdeckung östlich der Halde Hattorf

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Aktuell kommen sowohl Schürfe als auch Sondierbohrungen zum Einsatz.
Bei Schürfen wird der Boden mit einem Bagger oder einem ähnlichen Gerät punktuell geöffnet. Dadurch können die einzelnen Bodenschichten direkt sichtbar gemacht und durch Fachleute vor Ort beurteilt werden. Gleichzeitig werden Bodenproben entnommen und Zusammensetzung, Mächtigkeit und Aufbau der Bodenschichten dokumentiert.
Sondierbohrungen dienen der Erkundung des Baugrundes in größeren Tiefen. Dabei werden Sonden oder Bohrgestänge in den Boden eingebracht. Während des Eindringens werden verschiedene Kennwerte erfasst, beispielsweise der Widerstand des Bodens. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Lagerungsdichte, Tragfähigkeit und Beschaffenheit des Untergrundes ziehen.

Verfüllter Schurfpunkt zur Untersuchung des Untergrunds auf einer begrünten Fläche am Fuß einer Halde. Im Hintergrund sind die Haldenflanke sowie angrenzende Wald- und Grünflächen zu sehen.
Wieder verschlossene Schurfgrube im näheren Umfeld östlich der Halde

Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Planung der Flankenabdeckung und für die Festlegung eventuell erforderlicher Baugrundverbesserungsmaßnahmen.
Mit den derzeit laufenden Baugrunderkundungen wird ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der Flankenabdeckung durchgeführt. Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere Planung ein und helfen dabei, die Maßnahmen an die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort anzupassen.

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