Alle News der Baustoffrecycling am Standort Sehnde
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Eine anspruchsvolle Idee hat Erfolg
In 25 Jahren ist aus einer grau-weißen Halde ein grüner Berg geworden. Er gehört inzwischen zum Wahrzeichen der Stadt Sehnde und die Bevölkerung feiert hier regelmäßig Feste. Wo früher salzhaltiges Gestein sichtbar war, ist durch die Rekultivierung eine vielfältige Pflanzenwelt entstanden. Sie bietet heute Vögeln und Bienen Nahrung. Auch Wildtiere wie Rehe und Füchse nutzen das begrünte Gelände mittlerweile als festen Rückzugsraum. So muss es sein und genau so war es geplant – eine technisch sichere Abdeckung der Kalihalde mit anschließender Begrünung.
Von 1905 bis 1982 wurde im Kaliwerk Friedrichshall in Sehnde Kalirohsalz abgebaut. Der nicht verwertbare Anteil an Rückstandssalz wurde über Tage aufgehaldet. So entstand in über 70 Jahren auf einer Grundfläche von 284.000 m² eine Halde mit 19 Millionen Tonnen Rückstandsmaterial. Zur Erfüllung der umweltrechtlichen Vorgaben sowie um den Eintrag von Salz über Niederschlagswasser in Boden und Grundwasser dauerhaft zu verringern und eine bessere Einbindung der Halde in das Landschaftsbild zu erreichen, wurde nach der Stilllegung des Produktionsbetriebes gemäß behördlicher Genehmigung beschlossen, die Halde mit geeigneten Baustoffen abzudecken.
Seit 2022 ist die Halde Friedrichshall vollständig begrünt
Das Video zeigt die eindrucksvolle Veränderung von damals bis heute und welchen Einsatz es erforderte, um das große Ziel einer flächendeckend begrünten Halde zu erreichen.
K+S Baustoffrecycling gibt es seit 1994
K+S Baustoffrecycling ist spezialisiert auf die Verwertung von nicht gefährlichem Boden und Bauschutt. In den über 25 Jahren der Geschäftstätigkeit wurden für die Rekultivierung der Kalirückstandshalde Friedrichshall in Sehnde 11,5 Millionen Tonnen Boden und 2,5 Millionen Tonnen Bauschutt angenommen, aufbereitet und für Abdeckung und Begrünung verwertet.
Bestandteil des damaligen Antrages zur Abdeckung der Halde war eine "Allgemeinverständliche Zusammenfassung", die auch von Menschen verstanden werden kann, die keine Expert*innen sind. Dort sind die einzelnen Schritte von der Planung bis zur Ausführung sehr genau beschrieben. Das Dokument hilft dabei, das Projekt in seiner Gesamtheit besser einzuordnen.
Die Meilensteine der Halde Friedrichshall von 1905 bis heute
Eine spannende Geschichte! Was mit ersten Versuchen begann und welche Rolle der Mittellandkanal dabei gespielt hat, erfahren Sie in der Chronik.
Die Halde Friedrichshall in Zahlen vor der Abdeckung
Masse (Mio. t) ca. 19
Max. Höhe über Gelände (m) 76
Max. Höhe über NN (m) 142
Fläche gesamt (ha) 28,4
Die Halde Friedrichshall in Zahlen nach der Abdeckung
Masse (Mio. t) ca. 33
Max. Höhe über Gelände (m) 90
Max. Höhe über NN (m) 156
Fläche gesamt (ha) ca. 42
So funktioniert´s
Eine Kalirückstandshalde zu begrünen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Dazu braucht man nicht nur zahlreiches Fachwissen, Versuchsreihen, Gutachten, Genehmigungsphasen, sondern vor allem auch Zeit und das richtige Material.
Sorgfältig untersuchte Böden und Bauschutt werden nach einem genau definierten Verfahren in mehreren Schichten auf der Halde eingebaut. So entsteht eine Abdeckung, deren oberste Schicht dauerhaft begrünt wird.
Jeder Schritt dieses mehrschichtigen Aufbaus wird dabei von den zuständigen Behörden genauestens überwacht. Und auch das Material ist im Rahmen der Genehmigung festgelegt.