SDG 2 – Kein Hunger
Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung
Umsatzanteil
Mit Kaliumchlorid hat die K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2025 37,6 % des Konzernumsatzes erzielt.
Das Ziel
Mit dem SDG 2 „Kein Hunger“ wollen die Vereinten Nationen den Hunger beenden, die Ernährung aller Menschen sichern und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Eine der Zielvorgaben: Bis 2030 sollen widerstandsfähige Anbaumethoden zum Einsatz kommen, die Produktivität und Erträge steigern, die Landwirtschaft besser an Klimaänderungen, extreme Wetterereignisse und Dürren anpassen und die Bodenqualität schrittweise verbessern (Zielvorgabe 2.4).
Unser Beitrag
Kalium ist neben Stickstoff und Phosphor einer der drei Hauptnährstoffe, die Pflanzen für ihr Wachstum brauchen. Mit unserem Kaliumchlorid versorgen Landwirte ihre Kulturen gezielt mit diesem Pflanzennährstoff. Das Kalium im Kaliumchlorid ist wasserlöslich und steht der Pflanze damit direkt zur Verfügung. Feldversuche zeigen, dass mit einer Düngung mit Kaliumchlorid höhere Erträge als ohne Kalium erzielt werden. Demnach wird das Pflanzenwachstum gefördert und landwirtschaftliche Flächen können effizienter genutzt werden. So leisten wir einen Beitrag zur effizienten Landwirtschaft und damit Sicherung der Ernährung.
Besonders wichtig ist Kalium bei Trockenheit: Es steuert den Wasserhaushalt der Pflanze und reguliert die Spaltöffnungen der Blätter, über die sie Wasser verdunstet. So verbessert Kalium die Toleranz der Pflanzen gegenüber Trockenstress. Da Klimamodelle in vielen Regionen häufigere und längere Trocken- und Hitzeperioden erwarten, wird eine bedarfsgerechte Kaliumversorgung künftig noch wichtiger. 1
1 Externe Quellen:
Cakmak & Rengel (2024): Humboldt Review: Potassium may mitigate drought stress by increasing stem carbohydrates and their mobilization into grains (Journal of Plant Physiology)
Cariochi et al. (2025): Quantifying potassium requirement and removal across crop species (Field Crops Research)
Zörb, Senbayram, & Peiter (2014): Potassium in agriculture – Status and perspectives (Journal of Plant Physiology)
Nachweis
Die positive Wirkung unserer Düngemittel auf Pflanzenwachstum, Wassernutzung und die effiziente Nutzung landwirtschaftlicher Flächen haben wir in der Nachhaltigkeitserklärung unseres Geschäftsberichts 2025 erläutert. Zudem führen wir eigene Forschungen und Feldversuche zur Pflanzenernährung durch.
SDG 2 – Kein Hunger
Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung
Umsatzanteil
Mit Düngemittelspezialitäten hat die K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2025 32,2 % des Konzernumsatzes erzielt.
Das Ziel
Mit dem SDG 2 „Kein Hunger“ wollen die Vereinten Nationen den Hunger beenden, die Ernährung aller Menschen sichern und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Eine der Zielvorgaben: Bis 2030 sollen widerstandsfähige Anbaumethoden zum Einsatz kommen, die Produktivität und Erträge steigern, die Landwirtschaft besser an Klimaänderungen, extreme Wetterereignisse und Dürren anpassen und die Bodenqualität schrittweise verbessern (Zielvorgabe 2.4).
Unser Beitrag
Pflanzen benötigen für die volle Ertragskraft neben Kalium auch Magnesium und Schwefel. Unsere Düngemittelspezialitäten versorgen Kulturen gezielt mit dieser Nährstoffkombination. Grundlage dafür ist unter anderem das Rohsalz im Werra-Kalirevier, das neben Kalium auch Magnesiumsulfat enthält. Kalium steuert den Wasserhaushalt und verbessert die Toleranz der Pflanzen gegenüber Trockenstress, Magnesium steigert das Wurzelwachstum und Schwefel ist unverzichtbar für die Eiweißbildung. Kalium und Magnesium unterstützen zudem den Transport der in den Blättern gebildeten Kohlenhydrate zu den Wurzeln und Ertragsorganen. Mit einer bedarfsgerechten Versorgung können Kulturen ihr Potenzial in Menge und Qualität besser ausschöpfen – bis hin zu einem höheren Nährstoffgehalt im Ernteprodukt. Durch die Versorgung der Pflanze mit unseren Düngemitteln tragen wir zu einer effizienten Landwirtschaft und damit zur Sicherung der Ernährung bei. 1
1 Externe Quellen:
Cakmak & Rengel (2024): Humboldt Review: Potassium may mitigate drought stress by increasing stem carbohydrates and their mobilization into grains (Journal of Plant Physiology)
Zörb, Senbayram, & Peiter (2014): Potassium in agriculture – Status and perspectives (Journal of Plant Physiology)
Nachweis
Die Nährstoffgehalte unserer Düngemittelspezialitäten sind in den technischen Datenblättern deklariert, z. B. PatentKALI® mit 30 % K2O, 10 % MgO und 44 % SO3 oder ESTA® Kieserit GRAN. mit 25 % MgO und 52 % SO3. Für unsere Düngemittel stellen wir Konformitätserklärungen gemäß der aktuellen Düngemittelverordnung aus. Die positive Wirkung unserer Düngemittel auf Pflanzenwachstum, Wassernutzung und Nährstoffgehalt im Ernteprodukt haben wir in der Nachhaltigkeitserklärung unseres Geschäftsberichts 2025 erläutert.
SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Verwirklichung einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft
Umsatzanteil
Aufgrund ihrer natürlichen Herkunft sind rund 90 % unserer Produkte im Bereich Kaliumchlorid (MOP) und Düngemittelspezialitäten für den Einsatz im ökologischen Landbau zugelassen. Ihren tatsächlichen Einsatz können wir nicht beeinflussen und nachverfolgen.
Das Ziel
Mit dem SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ wollen die Vereinten Nationen nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen. Eine der Zielvorgaben ist, bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen zu erreichen (Zielvorgabe 12.2).
Unser Beitrag
Der ökologische Landbau ist darauf ausgerichtet, die Fruchtbarkeit der Böden langfristig zu erhalten und die Umwelt zu schonen. Welche Düngemittel ökologisch wirtschaftende Betriebe einsetzen dürfen, regeln die EU-Öko-Verordnung (EU) 2018/848 und die Durchführungsverordnung (EU) 2021/1165.
Aufgrund ihrer natürlichen Herkunft sind rund 90 % unserer Düngemittel für den Einsatz im ökologischen Landbau zugelassen. Eine Übersicht hierzu ist in unserem Geschäftsbericht 2025 sowie auf unserer Website zu finden. Die Nährstoffe dieser Produkte werden aus natürlichen Rohsalzlagerstätten in Deutschland gewonnen. So tragen unsere Produkte zu einer ökologischen Landwirtschaft gemäß der EU-Öko-Verordnung bei.
Nachweis
Die Zulassung für den Einsatz im ökologischen Landbau gemäß den Verordnungen (EU) 2018/848 und (EU) 2021/1165 ist auf den Produktseiten und in den technischen Datenblättern unserer Produkte ausgewiesen.
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Sicherung der Gesundheit
Umsatzanteil
Mit Pharma-Produkten hat die K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2025 1,3 % des Konzernumsatzes erzielt.
Das Ziel
Mit dem SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ wollen die Vereinten Nationen ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern. Dazu gehört der Zugang zu sicheren, wirksamen, hochwertigen und bezahlbaren unentbehrlichen Arzneimitteln und Impfstoffen für alle (Zielvorgabe 3.8).
Unser Beitrag
Pharmazeutische Salze sind essenzielle Substanzen für die pharmazeutische Industrie. Natriumchlorid und Kaliumchlorid werden unter anderem in Dialyse- und Infusionslösungen eingesetzt. Lösungen für die Hämodialyse und Hämofiltration enthalten Natriumchlorid und je nach Zusammensetzung auch Kaliumchlorid; sie kommen etwa bei Patientinnen und Patienten mit akutem Nierenversagen oder chronischer Nierenerkrankung zum Einsatz. Isotonische Kochsalzlösung mit 0,9 % Natriumchlorid dient als Flüssigkeits- und Volumenersatz sowie als Trägerlösung für andere Arzneimittel; kaliumchloridhaltige Infusionen werden zur Behandlung von Kaliummangel und zum Ausgleich des Elektrolythaushalts verwendet. Wir stellen hochreines Natriumchlorid und Kaliumchlorid als pharmazeutische Wirkstoffe her. So tragen wir zur Versorgung mit Arzneimitteln für die Dialyse und die Infusionstherapie bei.
Nachweis
Der Einsatz von Natrium- und Kaliumchlorid in Dialyse- und Infusionslösungen ist in den öffentlich zugänglichen Fach- und Produktinformationen zugelassener Arzneimittel dokumentiert. Die Qualität unserer Pharmasalze ist in unseren Produktinformationen beschrieben: APISAL® Natriumchlorid wird nach den Grundsätzen der Guten Herstellungspraxis für Wirkstoffe (GMP, ICH Q7) hergestellt und entspricht den Anforderungen des Europäischen, US-amerikanischen, britischen und japanischen Arzneibuchs (Ph. Eur., USP, BP, JP). Es wird in einzelnen Chargen produziert und anschließend analysiert; jeder Lieferung liegt ein individuelles Analysenzertifikat bei. Unser Kaliumchlorid 99,9 % KCl entspricht den Anforderungen des Europäischen und des US-amerikanischen Arzneibuchs (Ph. Eur., USP). Wir stellen es nach dem GMP-Standard her, in einer von anderen Produktionsbereichen getrennten Anlage. Kunden und Aufsichtsbehörden auditieren die Herstellung regelmäßig.
SDG 6 – Sauberes Wasser & Sanitäreinrichtungen
Grundversorgung sicherstellen
Umsatzanteil
Mit Produkten für die Wasserenthärtung hat die K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2025 2,0 % des Konzernumsatzes erzielt.
Das Ziel
Mit dem SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ wollen die Vereinten Nationen die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten. Eine der Zielvorgaben ist der universelle und gleichberechtigte Zugang zu einwandfreiem und bezahlbarem Trinkwasser für alle (Zielvorgabe 6.1).
Unser Beitrag
Hartes Wasser enthält viel Calcium und Magnesium. Diese Mineralien sind die Ursache für Kalkablagerungen in Leitungen, Geräten und Anlagen. In Wasserenthärtungsanlagen nach dem Ionenaustauschverfahren binden Harzkügelchen die Calcium- und Magnesiumionen und geben dafür Natriumionen ab, wodurch das Wasser weich wird. Sind die Harze erschöpft, werden sie mit einer Natriumchloridsole regeneriert, also wieder aufnahmefähig gemacht. Unsere AXAL® PRO Siedesalz-Tabletten bestehen aus hochreinem Siedesalz in Lebensmittelqualität mit mehr als 99,9 % Natriumchlorid. Weniger Calcium und Magnesium im Wasser bedeutet weniger Kalkablagerungen. Das kann Leitungen und Geräte schützen und dazu beitragen, ihre Lebensdauer zu verlängern; zudem bleibt die Wärmeübertragung, etwa in Warmwasserbereitern, effizient, weil sich keine isolierende Kalkschicht bildet. AXAL® PRO erfüllt die europäischen Normen EN 973 Typ A und EN 14805 Typ 1 für Natriumchlorid zur Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch. So tragen wir zur Aufbereitung von Trinkwasser bei.
Nachweis
Die Wirkung der Wasserenthärtung lässt sich über die Wasserhärte bzw. die Calcium- und Magnesiumkonzentration vor und nach der Enthärtung messen. Die Reinheit von AXAL® PRO mit mehr als 99,9 % Natriumchlorid ist in den technischen Datenblättern auf Basis regelmäßiger chemischer Analysen dokumentiert. Die für die Normen EN 973 Typ A und EN 14805 Typ 1 maßgeblichen Parameter analysiert unser Qualitätsmanagement regelmäßig.