Haldenerweiterung Hattorf - Phase 1 Drohnenflug 5:2
Haldenerweiterung Hattorf

Ohne Haldenbewirtschaftung keine Kaliproduktion

Seit Oktober 2018 wird die Erweiterungsfläche in Hattorf beschüttet.

Das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Rückstandshalde

Tageriss Haldenerweiterung Hattorf

Das Vorhaben „Nachhaltiges Rückstandsmanagement (RM) am Standort Hattorf (Haldenerweiterung Hattorf)“ umfasst die Entsorgung der festen bergbaulichen Abfälle ab dem Jahr 2018 auf einer Erweiterungsfläche von ca. 62 ha zzgl. ca. 16 ha für einen Haldenrandstreifen und ca. 1,1 ha für ein Haldenwasserbecken. Damit kann die Produktion am Standort bis zum Ende der 30er-Jahre gesichert werden. Das bergrechtliche Genehmigungsverfahren beinhaltet die Erstellung eines Rahmenbetriebsplanes, für dessen Zulassung ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung, einschließlich eines integrierten Raumordnungsverfahrens und einer Umweltverträglichkeitsprüfung, durchzuführen ist.

Am 10.10.2018 wurde die Phase 1 der Haldenerweiterung Hattorf planfestgestellt. Diese umfasst eine Fläche von rd. 27 ha mit einer Reichweite von ca. 5 Jahren, die derzeit beschüttet wird. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass ca. 2023 die gemäß dem Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2018 genehmigte Haldenfläche erschöpft sein wird. 

Die verbleibende Fläche wurde in zwei Teilflächen aufgeteilt, nämlich in die Phasen 2 und 3. Die mit der neuen Phase 2 am 01.07.2021 beantragte Haldenerweiterung umfasst eine Haldenaufstandsfläche für die Erweiterung von ca. 10,8 ha plus ca. 6,8 ha für einen Haldenrandstreifen zur Umsetzung infrastruktureller Maßnahmen. Für das Genehmigungsverfahren zur Phase 2 findet im September 2021 die öffentliche Auslegung und die Behördenbeteiligung statt. Ziel der K+S ist eine Inbetriebnahme der Erweiterungsflächen im Sommer 2023, um die Produktion kontinuierlich fortsetzen zu können.

Die Vorbereitungen für die Genehmigungsunterlagen der Phase 3 werden parallel durch die K+S Minerals and Agriculture GmbH, Werk Werra, durchgeführt.

Daten & Fakten

Bei der derzeitigen Rohsalzzusammensetzung fallen am Standort Hattorf jährlich etwa 7,6 Mio. t nicht verwertbare Rückstände an, die es aufzuhalden gilt. Die derzeitigen und geplanten Dimensionen der Halde sind in der folgenden Tabelle gegenübergestellt. Mit der Haldenerweiterung Phase 2 wird sich die Haldenaufstandsfläche um 10,8 ha vergrößern, mit der Phase 3 um weitere 24,5 ha.

Dimensionen der derzeitigen Halde und der geplanten erweiterten Halde

  Stand 12/2020

Nach vollständiger Belegung der Phasen 1, 2 und 3

Masse

ca. 181 Mio. t;

genehmigt: ca. 204 Mio. t

ca. 311 Mio. t

 

Volumen

ca. 91 Mio. m³;

genehmigt: ca. 104 Mio. m³

ca. 156 Mio. m³

 

Max. Höhe über Gelände

165-230 m

165-230 m

Fläche gesamt

ca. 113 ha;

genehmigt: ca. 114 ha

ca. 150 ha

Max. Länge

(Himmelsrichtung)

1550 m NO-SW

1550 m NO-SW

Max. Breite

(Himmelsrichtung)

740 m NW-SO

1400 m NW-SO

Fragen & Antworten

Warum ist eine Haldenerweiterung notwendig?

Wie ist der Fahrplan zu Realisierung nach der Genehmigung?

Warum geht es nach mehr als 100 Jahren Kalibergbau immer noch nicht ohne Halden?

Ist der Versatz der festen Produktionsrückstände in die Grube eine Alternative zur Haldenerweiterung?

Welche Maßnahmen zur Verminderung bzw. Vermeidung von Produktionsrückständen und Haldenwässern berücksichtigt K+S?

Wie soll die Entsorgung der mit einer Erweiterung verbundenen wachsenden Menge salzhaltiger Haldenwässer organisiert werden? Welche Maßnahmen werden unternommen, um deren Aufkommen zu reduzieren?

Wie nah kommt die Halde den Wohngebieten? Und welche Auswirkungen hat die Halde auf die Wohnqualität?

Mit welchen Auswirkungen des Vorhabens für Tier- und Pflanzenwelt ist zu rechnen?

Welche Auswirkungen auf das Grundwasser sind zu erwarten? Welche Maßnahmen werden ergriffen, um diese zu verhindern?

Wird sich die Luftqualität durch die Haldenerweiterung verändern?

Wie lange sind die Vorkommen am Standort wirtschaftlich gewinnbar?

Hat K+S zur Finanzierung der Nachsorge für die bestehende Halde Rückstellungen gebildet?

Wie wird die Bevölkerung über das Vorhaben informiert und wie profitiert die Region vom Werk Werra und damit auch von der Haldenerweiterung?

Woraus setzt sich das Haldenmaterial und das Haldenwasser zusammen?

Wird es Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geben?

Was passiert mit dem Oberboden?

Wie werden die Erweiterungsflächen derzeit genutzt und wer ist derzeitiger Eigentümer?

Was geschieht in der Nachbetriebsphase mit der Halde und welche Maßnahmen sind vorgesehen zur Wiedernutzbarmachung?

Plant das Unternehmen, anerkannte Umweltvereine und/oder Bürgerinitiativen in den Planungsprozess einzubeziehen?

Was macht K+S, wenn die Erweiterung nicht genehmigt wird?

Rahmenbetriebsplan Haldenerweiterung

Die K+S Minerals and Agriculture GmbH betreibt in ihrem Werk Werra mit den Standorten Hattorf und Wintershall in Hessen und Unterbreizbach in Thüringen die Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen. Am Standort Hattorf werden die nicht verwertbaren festen Rückstände auf einer werkseigenen ESTA-Rückstandshalde aufgehaldet. Für die weitere Produktion ist die Erweiterung der genehmigten Haldenfläche erforderlich.

Das Werk Werra führt ein bergrechtliches Genehmigungsverfahren für die Umsetzung eines nachhaltigen Rückstandsmanagements am Standort Hattorf durch. Das Vorhaben umfasst die Entsorgung, d.h. Verwertung und Beseitigung der festen bergbaulichen Abfälle. Die Planfeststellung erfolgt abschnittsweise. Gegenstand des vorliegenden Antrags ist die Erweiterung der genehmigten Haldenfläche um 10,8 ha. Die Antragsunterlagen zur Phase 2 der Erweiterung mit Stand 08/2021 finden Sie zur Einsicht unter