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Praktikum im Bereich Bergbau – Ein Interview mit Praktikant Richard

01.02.2022 
Der 23-jährige Richard ist aktuell Praktikant am Standort Zielitz. Ursprünglich kommt er aus dem schönen Weinböhla in Sachsen. Richard befindet sich auf der Zielgeraden der Beflissenenausbildung und erzählt uns in diesem spannenden Interview, wie ein Praktikum im Bereich Bergbau eigentlich aussieht.

Glückauf Richard! An welcher Universität studierst du, wie heißt dein Studiengang und in welchem Fachsemester absolvierst du dein Praktikum?

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Glückauf! Ich studiere Maschinenbau mit der 1. Vertiefung Aufbereitungsmaschinen und der 2. Vertiefung Gewinnungs- und Spezialtiefbaumaschinen an der TU Bergakademie Freiberg. 

Aktuell befinde ich mich im 9. Semester meines Studiums und möchte am Ende meines Praktikums den letzten Teil meiner Beflissenenausbildung am Standort Zielitz abschließen. Ich absolviere das Praktikum im Bereich Schächte über einen Zeitraum von 6 Wochen. Für meine Beflissenenausbildung habe ich 2018 bereits ein Praktikum am Standort Bernburg gemacht und anschließend 2019 am Standort Wintershall mein Fachpraktikum als Teil meines Maschinenbaustudiums absolviert. 

Beflissenenausbildung 

In der Beflissenenausbildung erlernt man bergmännische Fähigkeiten, um auf das weitere Studium oder den Beruf vorbereitet zu sein. Die Ausbildung umfasst 120 Schichten und gliedert sich in eine Grundausbildung und eine weiterführende Ausbildung.

Wie kam es dazu, dass du einen Studiengang im Bereich Maschinenbau gewählt hast?

Zum Ende der 11. Klasse hatte ich geplant, Bergbau zu studieren. Nach einem langen Gespräch mit meinem Vater habe ich mich dann allerdings für den Studiengang Maschinenbau entschieden. Im Laufe des 1. Studienjahres wurde durch eine Veranstaltung des Oberbergamts Sachsen mein Interesse an einer parallelen Ausbildung zum Bergbaubeflissenen geweckt. Seit dieser Zeit bin ich fast jedes Jahr im Bergbau tätig.

Jeder Arbeitstag ist anders. Kaum ein Tag verläuft so, wie am Tag zuvor geplant. So ist es nie langweilig."

Gab es einen Grund, warum du dich für ein Praktikum bei K+S entschieden hast und welche Erwartungen hattest du?

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K+S betreibt in Deutschland große Bergwerke und deckt damit ein breites Aufgabenfeld ab. Darüber hinaus ist K+S auch in räumlicher Nähe zu meiner Heimat vertreten. 

Ich habe gezielt die Abteilung Schächte als Wunschabteilung angegeben, um neue Einblicke in die verwendete Fördertechnik zu erhalten. Darüber hinaus musste ich im Rahmen meiner Beflissenenausbildung eine Probegrubenfahrt mit dem Bergamt absolvieren. Auch für diese habe ich mir Unterstützung erhofft und bekommen. 

Kannst du uns kurz beschreiben, wie dein Tagesablauf aussieht?

In der Abteilung Schächte ist um 5 Uhr morgens Schichtbeginn. Anschließend folgt eine Besprechung mit den Steigern. Zu Beginn des Praktikums habe ich einzelne Kollegen bei ihren Tätigkeiten begleitet. Im Moment arbeite ich an einem Projekt und sitze im Büro, wo ich Daten analysiere, oder ich bin in der Anlage unterwegs, um Messdaten zu sammeln.

Mich begeistert die Farbenpracht, die man in den Revieren findet. Besonders begeistert bin ich vom blauen Salz!"

Wenn du dein Praktikum in einem Satz beschreiben müsstest, wie würde er lauten?

Mein Praktikum ist spannend, abwechslungsreich und durch den Projektbezug definitiv anspruchsvoll. 

Hast du ein paar abschließende Tipps für zukünftige Praktikanten?

Hilfreich sind klare Vorstellungen davon, was ihr sehen möchtet oder was ihr dazulernen wollt. Je genauer ihr das wisst, umso spannender wird das Praktikum. 
 
Vielen Dank, Richard, für deine Zeit. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg für dein Praktikum und deinen beruflichen Werdegang. 

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