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Da stimmt die Chemie.

01.04.2022 
Juliane Apelt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im K+S Analytik- und Forschungszentrum im Werratal. Dieser Ort spielt für sie schon seit ihrer Kindheit eine wichtige Rolle. Lesen Sie hier, was die Werra für Juliane so besonders macht und wie K+S Juliane Türen geöffnet hat für eine Karriere als Chemikerin.

Schon als Kind wusste Juliane in welche Richtung es später mal gehen sollte

Juliane Apelt, wissenschaftliche Mitarbeiterin im K+S Analytik- und Forschungszentrum, ist im Werratal aufgewachsen – mit Blick auf den Pegel Gerstungen. Auch in ihrer Doktorarbeit spielt die Werra eine tragende Rolle. Da liegt die Frage nach der frühkindlichen Prägung nahe. Aber nein, was die 30-jährige seit mittlerweile fast 14 Jahren mit K+S verbindet, ist ihre Begeisterung für Chemie. 

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Als im Jahr 2007 K+S, die Werratalschule Heringen und die Berufsschule Bad Hersfeld erstmals in Kooperation die Doppelqualifizierung Abitur und Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin (CTA) anbieten, gehört Juliane Apelt dem ersten Jahrgang an. Besonders die praktischen Ausbildungszeiten im dritten Jahr in den K+S-Laboren haben es ihr angetan; ihr Berufswunsch, „Etwas mit Chemie“ zu machen, festigt sich.

Nach dem Abschluss arbeitet Juliane Apelt zunächst einige Monate im Labor in Unterbreizbach und stellt dabei fest: Da geht noch mehr! Der Wunsch nach einer höheren Qualifikation führt sie an die Universität in Halle an der Saale, wo sie erst ihren Bachelor und anschließend ihren Master in Chemie macht. In den Semesterferien zieht es sie regelmäßig zurück ins Werratal. Im Werklabor Unterbreizbach wartet der Ferienjob und beim SuFF Raßdorf e.V. das Fußballtraining. „Ich habe mich immer sehr willkommen gefühlt. Die Kollegen haben sich Zeit genommen, mir alles zu erklären und haben mich in neue Aufgaben hineinschnuppern lassen.“ Dabei lernt sie Analytik-Großgeräte kennen, die es in der Uni nicht gab. Schlussendlich schreibt Juliane Apelt ihre Masterarbeit im Analytik- und Forschungszentrum (AFZ). 

 

„Die Kooperation mit der Werratalschule ist wichtig, um dem naturwissenschaftlich interessierten Nachwuchs in der Region eine Perspektive zu geben und die Fachkräfte zu halten. Im besten Fall funktioniert das so gut wie bei Juliane Apelt,“ so Torsten Rest, Leiter des Zentrallabors im AFZ.  Von ihm kommt auch das Angebot an Juliane Apelt, ihre Doktorarbeit bei K+S zu schreiben. Sie ergreift die Chance. 

Juliane Apelt
Die Berufsaussichten für promovierte Chemiker sind einfach besser.“
Juliane Apelt
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Ihr wichtigstes Arbeitsgerät im Labor trägt einen beeindruckenden Namen: Hochleistungsflüssigkeitschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (HPLC-MS/MS). Das ist ein analytisches Verfahren zur Trennung und Bestimmung von Molekülen.

uliane Apelt hat von K+S ein Vollstipendium erhalten und zieht ihre Doktorarbeit in 3 ½ Jahren durch. „Bei Fragen hatten die Kollegen auf den Werken, im AFZ und in Kassel immer ein offenes Ohr. Gern würde ich mich bei allen, die mich unterstützt haben, mit einer kleinen Feier bedanken. Das muss aufgrund von Corona leider warten.“ Die größte Herausforderung: „Während der ganzen Zeit auf meine Fragestellung fokussiert zu bleiben. Dabei gab es rechts und links weitere spannende Analytik-Themen.“ Vor wenigen Wochen wird es noch einmal stressig, denn die sogenannte Verteidigung ihrer Doktorarbeit steht an. „Vorträge liegen mir nicht. Doch nicht zuletzt dank des Coachings meiner Kollegen habe ich auch diese Hürde genommen.“ 
  
Ihr Lohn: Ein Job als wissenschaftliche Mitarbeiterin im AFZ. Sie ist die Spezialistin für Flüssig- und Gaschromatographie-Messtechniken mit Massenspektrometrie-Kopplungen. Statt Analysen extern zu vergeben, sollen zukünftig mehr Proben intern ausgewertet werden. Möglich macht das Juliane Apelts Lieblingsanalyseverfahren.

 

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