Haldenabdeckung

Die Halde wird grün

Das Werk Neuhof-Ellers der K+S Minerals and Agriculture GmbH plant die Abdeckung seiner Rückstandshalde mit dem Ziel, die durch Niederschläge auf die Halde anfallenden Haldenwässer langfristig zu reduzieren und damit die Umwelt zu entlasten. Das Besondere ist die gleichzeitige Verwertung von Bauschutt und Boden, auf dem sich langfristig eine Pflanzendecke entwickelt - die Halde wird grün. 

Dickschichtabdeckung als nachhaltigste und effektivste Variante

Bei der Aufbereitung der im Werk Neuhof-Ellers unter Tage gewonnenen Rohsalze fallen aufgrund der natürlichen Zusammensetzung zwangsläufig große Mengen Rückstände an. Diese festen Salzrückstände werden aufgehaldet. Fallen Niederschläge auf die Halde, entstehen salzhaltige Wässer – sogenannte Haldenwässer – die kontinuierlich gefasst und ordnungsgemäß entsorgt werden.

Um die Haldenwassermenge zu reduzieren, wurden von K+S seit den 1980er-Jahren verschiedene Varianten einer Haldenabdeckung entwickelt, in Pilotprojekten getestet und auf einigen Bestandshalden – angepasst an die jeweiligen Standortbedingungen – umgesetzt.

Eine Dickschichtabdeckung mit Boden und Bauschutt stellt für die Rückstandshalde des Werkes Neuhof-Ellers die effektivste und nachhaltigste Lösung dar. Sie ist ein wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung des Werkes und einem möglichst langen Weiterbetrieb.

Aufbau der Dickschichtabdeckung

Bei den Abdeckmaterialien handelt es sich vor allem um Bodenaushub, der beispielsweise im Rahmen von Baumaßnahmen anfällt, und Bauschutt aus dem Rückbau oder Abbruch von Bauwerken. Im Rahmen der geplanten Dickschichtabdeckung werden Bauschutt und Boden nach dem Stand der Technik in definierten Schichten (siehe schematische Darstellung) am Haldenfuß beginnend aufgebracht. Die bewegte Animation (Header) zeigt, wie die Abdeckung der Rückstandshalde des Kaliwerks Neuhof-Ellers schrittweise erfolgen kann. 

Schematischer Böschungsaufbau (16:9)

Wirkungsweise der Dickschichtabdeckung

Die Dickschichtabdeckung verhindert, dass Niederschläge mit dem Haldenkörper aus Salzrückstand in Berührung kommen. Stattdessen wird das Regenwasser zum größten Teil an der begrünten Haldenoberfläche verdunsten. Der Rest wird über die Abdeckschicht abgeleitet.

Motivation

Das Werk Neuhof-Ellers verfolgt das Ziel, in Fortsetzung seiner über 100 Jahre alten Bergbautradition die heimische Rohstoffgewinnung zu sichern, die Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten und weitere langfristige Perspektiven im Rahmen der Regionalentwicklung zu eröffnen. Dazu soll die Kaliproduktion im Werk Neuhof-Ellers bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzbarkeit der untertägigen Rohsalzvorräte betrieben werden. Voraussetzungen dazu sind unter anderem ein ressourcenschonender Abbau und Aufbereitungsverfahren gemäß dem Stand der Technik oder – wie in der Vergangenheit bereits mehrfach umgesetzt – Entwicklungen über den Stand der Technik hinaus.

Bergbautypisch wird auch beim Thema Haldenabdeckung weit in die Zukunft geplant, bietet doch die Abdeckung und Rekultivierung der Rückstandshalde die Möglichkeit, Umwelteinflüsse nachhaltig zu minimieren.
Die Haldenabdeckung ist zudem als Maßnahme zur Reduzierung der salzhaltigen Abwässer der Kaliindustrie im „Masterplan Salzreduzierung“ der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser festgeschrieben.

Vorteile

Die vorgesehene begrünte Dickschichtabdeckung reduziert die salzhaltigen Haldenwässer langfristig bis zur nahezu 100-prozentigen Vermeidung.

Mit der dauerhaften Dickschichtabdeckung werden Ewigkeitslasten und Langzeitfolgen für nachfolgende Generationen und das Unternehmen vermieden. Die begrünte Halde wird sich in das Landschaftsbild einfügen. Die Dickschichtabdeckung sichert der Region auf lange Sicht Arbeits- und Ausbildungsplätze und eine Möglichkeit zur Verwertung von Boden und Bauschutt.

Durch den Einsatz von Bodenaushub und Bauschutt kann gleichzeitig weitgehend auf die Nutzung natürlicher Ressourcen verzichtet werden. 

Chancen

Auf dem begrünten Berg werden neue Biotope entstehen, die die regionale Artenvielfalt unterstützen. Die Einbindung von CO2 in die Vegetationsschicht bietet zudem einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Fragen & Antworten

Interessant zu wissen

Warum soll die Halde abgedeckt werden?

Das Kaliwerk Neuhof-Ellers der K+S Minerals and Agriculture GmbH setzt sich für umweltschonenden und nachhaltigen Bergbau ein. Vor diesem Hintergrund plant das Werk die Abdeckung seiner Rückstandshalde mit dem Ziel, die durch Niederschläge auf die Halde anfallenden Haldenwässer langfristig zu reduzieren und damit die Umwelt zu entlasten. 

Die Haldenabdeckung ist eine zielführende Maßnahme, um auch künftig die Entsorgung der anfallenden Haldenwässer vor dem Hintergrund sinkender Grenzwerte und damit einhergehender reduzierter Einleitmöglichkeiten in die Werra sicherzustellen. 

Sie bietet darüber hinaus eine Option für den längerfristigen Weiterbetrieb und die Zukunft des Werkes Neuhof-Ellers. 

Die Besonderheit der Dickschichtabdeckung liegt in der gleichzeitigen Verwertung von Bauschutt und Boden, auf dem sich langfristig eine Pflanzendecke entwickelt – die Halde wird grün.

Das Werk Neuhof-Ellers kommt mit der Abdeckung der Halde auch seiner Verpflichtung nach, dafür zu sorgen, dass – weit in die Zukunft gedacht – nach Betriebsende für nachfolgende Generationen keine Altlasten oder Ewigkeitslasten zurückbleiben.

Die Dickschichtabdeckung der Halde des Werkes Neuhof-Ellers ist darüber hinaus als konkrete und verpflichtende Maßnahme zur Verbesserung des Zustands von Werra und Weser im Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm Salz der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser verankert. 

Was ist eine Dickschichtabdeckung?

Wie nachhaltig ist das Konzept?

Wie werden Natur und Umwelt berücksichtigt?

Woher kommen salzhaltige Haldenwässer?

Gibt es keine anderen Möglichkeiten, salzhaltige Haldenwässer zu reduzieren oder zu vermeiden?

Welche Materialien werden für die Dickschichtabdeckung verwendet?

Was besagen die TR Bergbau?

Woher stammen die Abdeckmaterialien?

Werden die Materialien vor dem Einbau aufbereitet?

Wie werden die Materialien für die Haldenabdeckung angeliefert?

Ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen, Staub und Lärm zu rechnen? Sind Wohngebiete betroffen?

Was bedeutet die neue Haldenabdeckung für die Arbeitsplätze in der Region?

Welche Auswirkungen auf Landwirtschaftsbetriebe sind zu erwarten?

Wie werden die umliegenden Gemeinden in das Projekt eingebunden?

Wann soll mit der Haldenabdeckung begonnen werden?

Wie lange dauert es, bis die Halde vollständig abgedeckt ist?

Downloads

Flyer und Kurzbeschreibung

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Aus der Berichterstattung zur Haldenabdeckung

Kontakt

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Wir halten Sie auf dem Laufenden.

haldenabdeckung-neuhof-ellers@k-plus-s.com
K+S Minerals and Agriculture GmbH
Werk Neuhof-Ellers
Projektteam unter Leitung Dr. Karin Möller-Glock
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