Harvester (5:2)

Pflanzendüngung und Nahrungsmittelsicherheit

Düngemittel sind in der Landwirtschaft unverzichtbar: Ohne zusätzliche Nährstoffe werfen Kulturpflanzen nicht genug Erträge ab, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Zudem ist Ackerland knapp und muss so effizient wie möglich genutzt werden. K+S arbeitet kontinuierlich daran, den Einsatz von Düngemitteln zu optimieren – durch beste Produktqualität und spezialisierte Anwendungen, aber auch durch die Weitergabe von Know-how an Landwirte.

Bereits vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine stand die Lebensmittelversorgung weltweit unter Druck. Produktionsausfälle durch extreme Wetterereignisse wie Hitze, Dürre oder Hurrikans, gestörte Lieferketten infolge der Coronapandemie sowie hohe Energiekosten trieben die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe. Düngemittel sind bereits seit einiger Zeit knapp, die Preise haben entsprechend angezogen – unter anderem als Folge der US- und EU-Sanktionen gegen Belarus.

Seit Kriegsbeginn hat sich die Problematik verschärft: Getreidelieferungen aus der Ukraine, Belarus und Russland sind auf absehbare Zeit deutlich reduziert oder fallen komplett aus. Sanktionen und Lieferengpässe werden den Mangel an Düngemitteln aller Voraussicht nach verstärken. All das kann zu Nahrungsmittelknappheit führen.

Stickstoff, Phosphor und Kalium

Entscheidende Nährstoffkomponenten

Kaliumchlorid (4:3)

Vor diesem Hintergrund gewinnt die deutsche Kaliindustrie weiter an Bedeutung. Kalium (K) ist eine von drei grundlegenden Düngemittelkomponenten neben Stickstoff (N) und Phosphor (P). Es steuert den Wasserhaushalt, verbessert die Widerstandsfähigkeit der Pflanze und aktiviert zahlreiche Enzyme. Stickstoff benötigt die Pflanze für Photosynthese, Enzyme und Eiweißgehalt. Phosphat wiederum ist Bestandteil vieler chemischer Verbindungen und beeinflusst den gesamten pflanzlichen Stoffwechsel. Oft werden die drei Substanzen gemeinsam in Form sogenannter NPK-Dünger, auch Mehrnährstoffdünger genannt, ausgebracht.

Deutschland ist reich an Kali. K+S fördert den Rohstoff an verschiedenen deutschen Standorten und fertigt daraus kalibasierte Boden-, Blatt- und Bewässerungsdünger. Gleichzeitig sind wir wichtiger Zulieferer für NPK-Düngerhersteller.

Das Liebig-Fass

Ausgewogene Düngung ist unverzichtbar

Liebigfass (16:9)

Darüber hinaus liefert K+S weitere Nährstoffe, etwa Magnesium und Schwefel in Form von Magnesiumsulfat. Ohne Magnesium können Pflanzen keine Photosynthese betreiben. Schwefel verbessert die Effizienz der Stickstoffaufnahme aus dem Boden. So trägt Magnesiumsulfat indirekt dazu bei, dass weniger Stickstoff gedüngt werden muss – und weniger Rückstände ins Grundwasser gelangen können.

Der gut abgestimmte Einsatz der unterschiedlichen Nährstoffe ist für jedes Pflanzenwachstum grundlegend. Mangelt es an irgendeiner Nährstoffkomponente, führt dies dazu, dass die Pflanze sich nicht voll entwickeln kann. Diese Erkenntnis ist bereits 200 Jahre alt: Der Agrarwissenschaftler Philipp Carl Sprengel formulierte 1828 das „Gesetz vom Minimum“. Demnach kann eine Pflanze, die unterschiedliche Nährstoffe braucht, nur optimal wachsen, wenn sie alle in ausreichender Menge erhält. Der Stoff, an dem es als erstes mangelt, bestimmt die Grenzen des Wachstums. Der Chemiker Justus von Liebig ergänzte diesen Grundsatz um Faktoren wie Wärme und Licht. Das Modell, das dieses Prinzip veranschaulicht, wird daher „Minimum-Tonne“ oder „Liebig-Fass“ genannt: Das niedrigste Längsholz eines Fasses bestimmt, wieviel Flüssigkeit der Behälter aufnehmen kann.

KALI Akademie®

Weitergabe von Know-how

Pflanzennahrung in der Landwirtschaft (4:3)

K+S beschränkt sich bewusst nicht auf die Bereitstellung von Produkten, sondern hat auch den Wissenstransfer im Blick. Mit seiner KALI Akademie® bietet der Konzern Landwirten und Agrarhandel umfassende Beratung, Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Hier finden sie Fachwissen rund um die Pflanzenernährung in Form von Informationstexten und Broschüren, Webinaren, Fachvorträgen und Video-Tutorials. Auch dieser Wissenstransfer trägt zum effizienten und nachhaltigen Einsatz der Düngemittel bei.

Zudem ist K+S Träger des 2010 gegründeten Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN) der Universität Göttingen. Dieses forscht zu Fragen der Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft. Praxisorientierung hat dabei stets einen hohen Stellenwert: Die Forschungsergebnisse fließen unmittelbar in die Produktentwicklung von K+S ein und gelangen über ein internationales Agronomen-Netzwerk direkt zu den Landwirten.

Rohstoffsicherheit

Kritische Abhängigkeiten vermeiden

Damit ist K+S mehr als ein reiner Lieferant. Wir verstehen uns als Experte für Pflanzenernährung, der sein Wissen teilt und breit streut. Diese Leistungskombination aus Qualität, Know-how und Beratung trägt dazu bei, die Welternährung sicherzustellen, die wirtschaftliche Unabhängigkeit Europas vom politischen Weltgeschehen zu stärken und die Rohstoffsicherheit in der Staatengemeinschaft zu erhöhen. Ein Ansatz, der in kritischen Zeiten besonders wichtig ist.

Pressekontakt

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Michael Wudonig
K+S Aktiengesellschaft
Michael Wudonig
Pressesprecher Konzernthemen