werra-haldenerweiterung-hattorf
Haldenerweiterung Hattorf

Ohne Haldenbewirtschaftung keine Kaliproduktion

Seit Oktober 2018 wird die Erweiterungsfläche in Hattorf beschüttet.

Das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Rückstandshalde

K+S Standort Werra Hattorf Haldenerweiterung Zeitplan

Das geplante Vorhaben „Nachhaltiges Rückstandsmanagement (RM) am Standort Hattorf (Haldenerweiterung Hattorf)“ umfasst vor diesem Hintergrund die Entsorgung der festen bergbaulichen Abfälle ab dem Jahr 2018 auf einer Erweiterungsfläche von ca. 62 ha zzgl. ca. 16 ha für einen Haldenrandstreifen und ca. 1,1 ha für ein Haldenwasserbecken. Dies entspräche einer Reichweite von 21 Jahren, womit die Produktion am Standort bis ca. 2039 gesichert werden könnte.

Derzeit führt die K+S KALI GmbH, Werk Werra, ein bergrechtliches Genehmigungsverfahren für die Haldenerweiterung durch. Dieses beinhaltet die Erstellung eines Rahmenbetriebsplanes, für dessen Zulassung ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung, einschließlich eines integrierten Raumordnungsverfahrens und einer Umweltverträglichkeitsprüfung, durchzuführen ist. Die Einreichung der Unterlagen für das Genehmigungsverfahren erfolgte Ende Juni 2014. Der Erörterungstermin fand vom 16. bis 18.02.2016 in Kassel statt. Weitere Verfahrensschritte folgten.

Daten & Fakten

Bei der derzeitigen Rohsalzzusammensetzung fallen am Standort Hattorf jährlich etwa 6,8 Mio. t nicht verwertbare Rückstände an, die es aufzuhalden gilt. Die derzeitigen und geplanten Dimensionen der Halde sind in der folgenden Tabelle gegenüber gestellt. Mit der Haldenerweiterung wird sich die Haldenaufstandsfläche um ca. 62 ha vergrößern.

Dimensionen der derzeitigen Halde und der geplanten erweiterten Halde

  Aktuell Mit Erweiterung

Masse

Stand 12/2017: ca. 160 Mio. t; genehmigt: ca. 170 Mio. t

ca. 311 Mio. t

 

Volumen

Stand 12/2017: ca. 80 Mio. m³; genehmigt: ca. 85 Mio. m³

ca. 156 Mio. m³

 

Max. Höhe über Gelände

165-230 m

165-230 m

Fläche gesamt

Stand 12/2017: 86 ha; genehmigt: 87,5 ha

ca. 150 ha

Max. Länge

(Himmelsrichtung)

1550 m NO-SW

1550 m NO-SW

Max. Breite

(Himmelsrichtung)

740 m NW-SO

1400 m NW-SO

Fragen & Antworten

Warum ist eine Haldenerweiterung notwendig?

Wie ist der Fahrplan zu Realisierung nach der Genehmigung?

Warum geht es nach mehr als 100 Jahren Kalibergbau immer noch nicht ohne Halden?

Ist der Versatz der festen Produktionsrückstände in die Grube eine Alternative zur Haldenerweiterung?

Welche Maßnahmen zur Verminderung bzw. Vermeidung von Produktionsrückständen und Haldenwässern berücksichtigt K+S?

Wie soll die Entsorgung der mit einer Erweiterung verbundenen wachsenden Menge salzhaltiger Haldenwässer organisiert werden? Welche Maßnahmen werden unternommen, um deren Aufkommen zu reduzieren?

Angeblich plant ein Bergwerksbetreiber in Spanien, alte Rückstandshalden aus der Kaliproduktion für die Herstellung von Salzprodukten aufzuarbeiten. Entspricht dies den Tatsachen und wäre das auch eine Option für K+S?

Wie nah kommt die Halde den Wohngebieten? Und welche Auswirkungen hat die Halde auf die Wohnqualität?

Mit welchen Auswirkungen des Vorhabens für Tier- und Pflanzenwelt ist zu rechnen?

Welche Auswirkungen auf das Grundwasser sind zu erwarten? Welche Maßnahmen werden ergriffen, um diese zu verhindern?

Wird sich die Luftqualität durch die Haldenerweiterung verändern?

Wie lange sind die Vorkommen am Standort wirtschaftlich gewinnbar?

Hat K+S zur Finanzierung der Nachsorge für die bestehende Halde Rückstellungen gebildet?

Wie wird die Bevölkerung über das Vorhaben informiert und wie profitiert die Region vom Werk Werra und damit auch von der Haldenerweiterung?

Woraus setzt sich das Haldenmaterial und das Haldenwasser zusammen?

Wird es Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geben?

Was passiert mit dem Oberboden?

Wie werden die Erweiterungsflächen derzeit genutzt und wer ist derzeitiger Eigentümer?

Was geschieht in der Nachbetriebsphase mit der Halde und welche Maßnahmen sind vorgesehen zur Wiedernutzbarmachung?

Plant das Unternehmen, anerkannte Umweltvereine und/oder Bürgerinitiativen in den Planungsprozess einzubeziehen?

Was macht K+S, wenn die Erweiterung nicht genehmigt wird?

Rahmenbetriebsplan Haldenerweiterung

Die K+S KALI GmbH betreibt in ihrem Werk Werra mit den Standorten Hattorf, Wintershall in Hessen und Unterbreizbach in Thüringen die Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen. Am Standort Hattorf werden die nicht verwertbaren festen Rückstände auf einer werkseigenen ESTA-Rückstandshalde aufgehaldet. Für die weitere Produktion ist die Erweiterung der genehmigten Haldenfläche erforderlich.

Das Werk Werra führt ein bergrechtliches Genehmigungsverfahren für die Umsetzung eines nachhaltigen Rückstandsmanagements am Standort Hattorf durch. Das Vorhaben umfasst die Entsorgung, d.h. Verwertung und Beseitigung der festen bergbaulichen Abfälle ab dem Jahr 2018. Gegenstand des vorliegenden Antrags ist die Erweiterung der bestehenden Halde um 62 ha. Nach erfolgter Öffentlichkeitsbeteiligung und Erörterungstermin in 02.2016 wurden die Antragsunterlagen mehrfach ergänzt und teilweise angepasst. Die so überarbeiteten Unterlagen in der Fassung 2018 finden Sie zur Einsicht unter: