Flüssiggasspeicher Bernburg

Seit 50 Jahren sichere Energie für Mitteldeutschland

13.11.2019
Die günstigen geologischen Bedingungen der Bernburger Salzlagerstätte ermöglichen eine umfassende Nutzung. Sie begann 1884 mit der Solegewinnung, wurde bald darauf durch konventionellen Bergbau ergänzt und nutzt seit 50 Jahren ausgesolte Kavernen für die Energiespeicherung. Der in zwei Kavernen des Solfeldes Gnetsch angelegte Flüssigasspeicher des Salzwerkes Bernburg blickt jetzt auf eine erfolgreiche 50jährige Betriebszeit zurück.

Ziel der Anlage eines Großraumspeichers für Flüssiggas war es ursprünglich, vor allem die Gasversorgung in den Wintermonaten zu stabilisieren. Für die Anlage eines solchen Speichers unter Tage gab es jedoch bis dahin keine Erfahrungen, so dass Neuland betreten werden musste. Viele technische Fragen waren zu klären, bis schließlich am 13. November 1969 die erste Probeeinlagerung eines Propan-Butan-Gemisches erfolgte – die Geburtsstunde des Flüssigasspeichers Bernburg hatte geschlagen.

Ausbau und Modernisierung

Bald war das anfängliche Speichervolumen nicht mehr ausreichend, so dass durch die Inbetriebnahme einer zweiten Kaverne ab 1979 die Speicherumschlagleistung auf 75.000 Tonnen pro Jahr gesteigert wurde. 1990/91 wurden beide Kavernen soltechnisch erweitert und haben nun  zusammen eine Speicherkapazität von 87.000 Tonnen Flüssiggas.

Um die Umschlagleistung zu steigern und erhöhten Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, wurde die Be- und Entladeanlage 1998 grundlegend umgerüstet. Neben einer Verdoppelung der jährlichen Umschlagleistung gehörten auch der Einbau einer Gastrocknungsanlage sowie modernste Meß-, Regel- und Prüftechnik zum Umbaukonzept.

Flüssiggas wird ausschließlich mit Eisenbahn-Kesselwagen angeliefert und über Kesselwagen und Straßentankfahrzeuge ausgeliefert. Der Flüssiggasspeicher Bernburg ist auf Grund seiner Leistungsfähigkeit und der günstigen verkehrstechnischen Lage ein überregional bedeutendes Logistikzentrum für die Energieversorgung.

Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

Zahlreiche Vorteile sprechen für die untertägige Lagerung von Flüssiggas: 

  • Salz ist wegen seiner mineralogischen Eigenschaften gasdicht. Das gewährleistet – zusammen mit der entsprechenden Bohrlochausrüstung – eine sichere und verlustfreie Lagerung und schließt Gefährdungen der Tagesoberfläche aus.
  • Speicher in Salzlagerstätten lassen sich kostengünstiger herstellen und wirtschaftlicher betreiben als große überirdische Tanklager, die zudem auch erhebliche Flächen verbrauchen.
  • Das Speicherprodukt ist gegen betriebliche Störfälle und gegen Gefährdungen von außen bestens gesichert. Damit ist diese Art der Lagerung auch umweltverträglicher als andere Verfahren, weil Gefährdungen der Umwelt ausgeschlossen werden können.

Wenn es noch eines zusätzlichen Beweises bedurft hätte: in der gesamten bisherigen Betriebszeit hat es in der Flüssiggas-Speicheranlage noch keinen einzigen Störfall gegeben. 

Die Anlage in Zahlen

Mächtigkeit der Salzlagerstätte: 550 m

Teufenlage der Kavernen: 510 – 685 m

Kapazität (gesamt): 87.000 t

Entladeplätze Eisenbahnkesselwagen (EKW): 2

Beladeplätze EKW und Straßentankfahrzeuge: je 2

Umschlagleistung (je Be- bzw. Entladeplatz): 40 t/h

Über K+S Minerals and Agriculture GmbH

In der K+S Minerals and Agriculture GmbH sind die Kali-, Salz-, Entsorgungs- und Transportaktivitäten von K+S innerhalb Deutschlands gebündelt. 

K+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden und will das EBITDA bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Unsere über 14.000 Mitarbeiter helfen Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, bieten Lösungen, die Industrien am Laufen halten, bereichern das tägliche Leben der Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. Wir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. 

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