K+S stellt Versenkung endgültig ein

Neues Kapitel der Entsorgung am Kaliwerk Werra

27.12.2021
K+S hat in den vergangenen Jahren die Menge der am Werk Werra anfallenden Salzwässer aus der Produktion hochwertiger Düngemittel stark reduziert. Zum Ende des Jahres 2021 beendet K+S deren Versenkung endgültig und geht neue Wege.

„Wir haben die Versenkung in den vergangenen Jahren bereits konsequent zurückgefahren“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der K+S AG, Dr. Burkhard Lohr: „Dafür waren große Anstrengungen und hohe Investitionen notwendig. Nun stellen wir die Versenkung wie vereinbart zum Jahresende endgültig ein und schlagen im hessisch-thüringischen Kalirevier ein neues Kapitel bei der Salzwasserentsorgung auf, das langfristige Sicherheit für die Produktion im Werk Werra bietet.“

Bei der Herstellung von hochwertigen Kali-Düngemitteln und anderen mineralischen Produkten fallen nach dem aktuellen Stand der Technik unvermeidlich feste und flüssige Rückstände an. K+S hat die Menge der Salzwässer in den vergangenen 20 Jahren zwar schon mehr als halbiert, doch die verbleibenden Salzwässer müssen auch künftig sicher entsorgt werden. Neben der Einleitung in die Werra wurden in der Vergangenheit gerade stärker konzentrierte Salzwässer in tiefe Gesteinsformationen versenkt – eine in der Kaliindustrie weltweit übliche Form der Entsorgung, die im Werratal seit 1925 praktiziert wurde.

Seit Mitte der 2010er-Jahre hat sich K+S dazu verpflichtet, die Versenkung schrittweise zurückzufahren und zum Jahresende 2021 ganz einzustellen. Das war neben weiteren Maßnahmen zur Salzabwassereinsparung ein wichtiger Baustein der Planung der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser) in der Bewirtschaftungsperiode 2015-2021, der erfolgreich umgesetzt wurde. Darüber hinaus wurde die Versenkmenge im Rahmen von entsprechenden Vereinbarungen mit Werra-Kommunen und Umweltverbänden weiter reduziert. Die in einem Vergleich mit dem BUND festgelegte zusätzliche Einsparung von einer Million Kubikmeter Salzabwasser bei der Versenkung bis Ende 2021 wurde bereits im April 2020 erreicht, wobei sich die insgesamt eingesparte Versenkmenge sogar auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter beläuft. Nun endet die Versenkung endgültig.

Vorreiter für einen umweltgerechten Bergbau

„K+S hat Wort gehalten und ist erneut ein verlässlicher Partner“, erklärt Dr. Burkhard Lohr. „Es ist uns ernst damit, Vorreiter eines nachhaltigen und umweltgerechten Bergbaus zu sein, und wir werden auch weiterhin unseren Beitrag zur Entlastung der Umwelt leisten.“ Mit den Mitte November von der FGG Weser festgelegten Zielwerten in der Bewirtschaftungsperiode bis Ende 2027 wird die Gewässerqualität von Werra und Weser weiter schrittweise verbessert. Und K+S steht zu seiner Zusage, ab 2028 keine Produktionswässer mehr in die Werra einzuleiten.

Um diese ambitionierten Ziele ohne Versenkung zu erreichen, sind neue Entsorgungswege notwendig. Eckpfeiler des neuen Entsorgungskonzepts ist die Einstapelung hochkonzentrierter Salzwässer im Grubenfeld Springen, für die derzeit das Genehmigungsverfahren läuft. „Wir sind zuversichtlich, dass wir im ersten Halbjahr 2022 mit der Einstapelung beginnen können, damit die Produktionssicherheit des Werks Werra dauerhaft gesichert ist“, erklärt Lohr.

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Michael Wudonig
Pressesprecher Konzernthemen