Afrika
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Vom Entwicklungsprojekt zum nachhaltigen Geschäftsmodell

Die Subsahara gehört noch immer zu den ärmsten Regionen der Welt – und ist gleichzeitig stark im Wandel. Um Chancen nutzen zu können, braucht sie eine Verbesserung der Ernährungslage verbunden mit dem Ausbau der Landwirtschaft. Für K+S birgt dies Wachstumspotenzial. Deshalb investieren wir hier langfristig.

Die Aktivitäten von K+S in Uganda

Afrika Prof

Mehr als fünf Jahre haben wir uns gemeinsam mit unserem lokalen Partner, der Sasakawa Africa Association, in dem Hilfsprojekt „Growth for Uganda“ engagiert. Im Frühjahr 2019 wurde es erfolgreich abgeschlossen. In dem Projekt ging es vorrangig um die Wissensvermittlung an ugandische Kleinbauern. Unser Fokus lag darauf, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern sowie Produktivität und Ernteerträge zu steigern.

Dabei wurden mehr als 130.000 Kleinbauern in der Region geschult, mehr als 450.000 Menschen konnten damit ihr Einkommen verbessern. K+S investierte außerdem in die Agrarinfrastruktur vor Ort, beispielsweise in Düngermischanlagen, Anlagen für Umschlag, Verarbeitung und Lagerung von Getreide.

Mit den bei „Growth for Uganda“ gewonnenen Erfahrungen haben wir ein neues Geschäftsmodell für das ostafrikanische Land entwickelt. Ziel ist es, eine zukunftsweisende Handelsplattform für ugandische Kleinbauern zu schaffen.

Oft sind es die kleinen Veränderungen, die in Uganda viel bewirken können. Mit wichtigem Fachwissen zum Anbau und Zugang zu Betriebsmitteln können die Kleinbauern von ihren Ernteerträgen sehr gut leben.
Prof. Dr. Andreas Gransee, Leiter des Bereichs Innovation Lab Ag Tech & Nutrition

Zusammenarbeit mit lokalen Partnern

Anlage Mukono

Im Sommer 2018 hat K+S in das ugandische Unternehmen Grainpulse Limited investiert, um den Kleinbauern einen besseren Marktzugang zu ermöglichen. Grainpulse bietet pflanzenspezifische Düngemittelmischungen in kleinen Mengen an. Die Bauern erhalten Empfehlungen, wie diese auszubringen sind. Ihre Ernte können sie an Grainpulse verkaufen, das sie weiterverarbeitet, gegebenenfalls anreichert und an Kunden weiterverkauft.

Ein kritisches Thema ist dabei die Finanzierung: Viele Kleinbauern können sich aus eigenen Mitteln kaum Düngemittel leisten. Zu Finanzierungsmöglichkeiten haben sie keinen Zugang. Deshalb erwerben sie Dünger beim lokalen Anbieter oft nicht in Säcken, sondern eher in Tassengröße. Außerdem haben viele Kleinbauern weder Zeit noch Mittel, um ihre Ernte zu den Märkten zu fahren. Häufig betreiben sie ihre Landwirtschaft in abgelegenen Gegenden. Zudem führen extreme Wettersituationen sowie unkalkulierbare Trocken- und Regenzeiten immer wieder zu folgenschweren Ernteausfällen.

Übergreifende digitale Lösungen

Hier sehen wir die Notwendigkeit für übergreifende Lösungen. Die verschiedenen Themen und Herausforderungen müssen sinnvoll miteinander verknüpft werden. Wir setzen auf einen digitalen Ansatz.

Gemeinsam mit dem Start-up Akorion Limited, spezialisiert auf Information und Kommunikation für Agrarunternehmen, will K+S Kleinbauern an den Markt anbinden. Akorion bietet einen digitalen Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsstoffen und einem Marktplatz für Ernteprodukte sowie zu Finanzierung und Versicherungen. Das ugandische Unternehmen bedient sich eines „Village Agent Modells“: In verschiedenen Gemeinden werden Agenten rekrutiert und ausgebildet. Sie stellen den Kleinbauern in ihrer Region die entsprechenden Services per Smartphone-App. Die Zusammenarbeit mit einem jungen Finanzdienstleister aus Südafrika, der unter anderem digitales Bezahlen anbietet, soll dieses Angebot für den Kleinbauern in naher Zukunft abrunden. Wir bringen wiederum unser landwirtschaftliches Anwendungs-Know-how in dieses Netzwerk ein und liefern die benötigten Düngemittel.

K+S investiert hier in eine langfristige Zusammenarbeit, die stark auf die kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten vor Ort eingeht.

Pressekontakt

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K+S Aktiengesellschaft Communications & Brands
Michael Wudonig
Pressesprecher Konzernthemen
Wachstumsprojekte und Innovationen

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