Brine Challenge
Brine Challenge

Innovative Ideen von außen

Um nachhaltige Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu finden, sind Innovationen unverzichtbar. Crowdsourcing ist in diesem Zusammenhang eine geeignete Methode, denn sie nutzt die „Weisheit der Vielen“. K+S hat sie kürzlich eingesetzt, um neue Ideen und innovative Vorschläge für den Umgang mit Haldenwässern zu finden.

Brine Challenge: Innovative Lösungen zur Reduzierung von Haldenwässern

Halde Hattorf
Versuch zur Abdeckung der Halde Hattorf am Werk Werra

Salzwasser – Englisch „brine“ – entsteht, wenn Regenwasser auf aufgeschüttete Rückstandshalden trifft: Die Niederschläge waschen Salze aus den Kalihalden heraus. K+S arbeitet intensiv daran, die Aufschüttung von Halden und sämtliche damit verbundenen Umweltauswirkungen zu minimeren. Im Herbst 2018 haben wir daher zur „Brine Challenge“ aufgerufen: Wir haben Wissenschaftler und Institute ebenso wie Privatpersonen dazu aufgefordert, uns ihre Ideen für nachhaltige Lösungen zu präsentieren. Über 40 Vorschläge aus 16 Ländern wurden eingereicht.

Eine Jury aus externen Experten und Fachleuten von K+S wählte zwei Sieger aus: einen US-amerikanischen Chemie-Ingenieur und einen australischen Wissenschaftler. Ihre Ideen wurden mit jeweils 20.000 Euro prämiert.

Die Weisheit der Vielen

Gewinner USA Kevin Joback
Kevin Joback (links) erhält den Gewinnerscheck der Brine Challenge.

Der Amerikaner Kevin Joback aus Bedford (New Hampshire) schlägt vor, spezielle wasserspeichernde Polymere einzusetzen, um die Entstehung von Haldenwässern zu verringern. Diese könnten das Niederschlagswasser speichern und später an die Luft abgeben. So könnte verhindert werden, dass Salze ins Grundwasser gelangen.

Thomas Baumgartl aus dem australischen Churchill (Victoria) hatte die Idee, eine wasserabweisende Oberfläche auf die Salzrückstände aufzutragen. Durch diese Beschichtung soll ebenfalls verhindert werden, dass Rückstände vom Niederschlagswasser aufgenommen werden können.

Gewinner Australien Thomas Baumgartl
Thomas Baumgartl (links) nimmt den Gewinnerscheck der Brine Challenge entgegen.

K+S arbeitet seit langer Zeit daran, Rückstandshalden abzudecken. Unsere Experten haben in den letzten Jahren bereits vielversprechende Verfahren entwickelt. Die nun prämierten Ideen beinhalten zwar keine neuen Abdecktechniken, liefern jedoch Ansätze, um bei K+S vorhandene Verfahren möglicherweise zu verbessern.

Prämierte Vorschläge werden jetzt getestet

Im nächsten Schritt werden wir die beiden prämierten Vorschläge weiteren Analysen und Praxistests unterziehen. Eine der beiden Ideen werden wir demnächst im Rahmen eines bereits laufenden Projektes mit dem von K+S entwickelten Dünnschichtverfahren zur Haldenabdeckung testen. Den zweiten Vorschlag werden wir zunächst einer genaueren technischen und wirtschaftlichen Analyse unterziehen, um die Machbarkeit zu überprüfen.

Mit dem Resultat der „Brine Challenge“ sind wir überaus zufrieden. Auch künftig werden wir dieses und andere kollaborative Formate nutzen, um die Innovationskraft von K+S zu steigern. Gleichzeitig suchen wir auf diese Weise den Dialog mit Menschen, die mit uns gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten möchten.

Eine Zusammenfassung der Brine Challenge und Informationen zu den beiden Siegern sehen Sie in diesem Video:

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