Algen
Algen

Meeresgemüse als alternatives Nahrungsmittel

Wachstum braucht neue Ideen. Die K+S InnovationLabs arbeiten unter anderem an Konzepten zur Sicherung der Welternährung, darunter Technologien und Prozesse ebenso wie digitale Ideen. Diese Arbeit stellt eine wichtige Ergänzung zu unseren etablierten Pflanzennährstoffprodukten dar – so zum Beispiel in unserem Pilotprojekt zur Anzucht von Meerespflanzen.

Algen als Nahrungsquelle

Laboranlage Makroalgen Sigmundshall 2
Das Meeresgemüse enthält wirtschaftlich wertvolle Inhaltsstoffe und ist für verschiedene Industrien nutzbar.

Die Weltbevölkerung wächst stetig und mit ihr auch die Bedeutung von alternativen Nahrungsmitteln und Proteinquellen. In den K+S InnovationLabs testen wir, ob die Anzucht von Meeresalgen in einer Laboranlage möglich ist und ob wir diese Pflanzen in naher Zukunft wirtschaftlich sinnvoll anbauen und einsetzen können.

Meeresalgen enthalten viele Nährstoffe. In Asien und Amerika stehen sie bereits heute verstärkt auf dem Speiseplan. Sie könnten daher Teil einer Lösung sein, um die ansteigende Weltbevölkerung künftig mit genügend Nahrungsmitteln und Proteinen zu versorgen. Zudem lässt sich aus den Zellwänden bestimmter Algensorten der Rohstoff Carrageen extrahieren. Er wird in der Lebensmittelindustrie zum Beispiel als Geliermittel oder Emulgator eingesetzt.

Derzeit wird der Algenbedarf hauptsächlich aus asiatischen Aquakulturen gedeckt. Langfristig wird dies angesichts einer weltweit steigenden Nachfrage jedoch nicht ausreichen.

Pilotprojekt am Standort Sigmundshall

Laboranlage Makroalgen Sigmundshall 1
Die K+S InnovationLabs testen die Anzucht von Meerespflanzen in einer Laboranlage am Standort Sigmundshall.

Am Standort Sigmundshall im niedersächsischen Wunstorf hat K+S einen Innovationspark zur Erprobung und Anwendung neuer Geschäftsfelder eingerichtet. Hier züchten wir verschiedene Algensorten. In dem Pilotprojekt wollen wir herausfinden, ob sich die Investition in weiterentwickelte Versuchsreihen lohnt und ob der Anbau von Makroalgen in industriellem Maßstab wirtschaftlich ist.

Algen im Labor zu züchten, könnte sich jedoch nicht nur wegen der steigenden Nachfrage lohnen. Die hier wachsenden Pflanzen könnten darüber hinaus auch eine höhere Qualität besitzen als Meeresalgen aus herkömmlichen Aquakulturen. Diese sind nämlich häufig mit Schadstoffen wie Schwermetallen oder Mikroplastiken belastet oder weisen einen erhöhten Gehalt an Iod oder Radioaktivität auf.

Unterstützt wird das Pilotprojekt durch den externen Berater Prof. Dr. Klaus Lüning, Meeresbiologe und -botaniker von der Sylter Algenfarm GmbH & Co. KG.

Anwendungsfelder der Zukunft

Mehr als 150 Algenarten werden derzeit bereits kommerziell genutzt. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe kommen nicht nur in der Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie zum Einsatz. Algen enthalten auch Wirkstoffe, mit denen man Viren, Bakterien und Pilzen zu Leibe rücken kann. Das macht sie auch für die Pharmaindustrie interessant.

Seit einigen Jahren geraten die Meerespflanzen außerdem vermehrt in den Fokus der Energiewirtschaft. Weltweit wird mit Hochdruck an Verfahren getüftelt, um wirtschaftlich effektiv Algen-Biodiesel zu produzieren.

Auch Biogas lässt sich aus Algen gewinnen. Und sogar Brennstoffzellen könnten mit Algen-Wasserstoff betrieben werden: Man gewinnt ihn, indem man Mikroalgen auf „Schwefeldiät“ setzt. So wird der Stoffwechsel auf Sparflamme geschaltet. Überschüssige Energie, die bei der Fotosynthese entsteht, wird dann entsorgt, indem die Algen Wasserstoff produzieren.

Ansprechpartner

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Michael Wudonig
K+S Aktiengesellschaft
Michael Wudonig
Pressesprecher Konzernthemen
Ulrich Goebel
K+S Aktiengesellschaft
Ulrich Göbel
Pressesprecher deutsche Standorte/Gruppengesellschaften
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