Nachhaltigkeit aktuell

K+S fördert und nutzt Afrikas Entwicklungsdynamik

4. März 2020
08:00

K+S ergänzte die Vorstellung des neuen Berichts zu Afrikas Entwicklungsdynamik des OECD Development Centre und der African Union im Panel mit Einblicken in die Praxis vor Ort. Das Engagement von K+S in Uganda ist beispielhaft für die Schaffung eines Mehrwerts für einen potentiell großen Kundenstamm, nämlich Kleinbauern.

Eine produktive Transformation erreichen

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© DIHK 2020 / von links nach rechts: Victor Harison, Phumele Stone Sizani, Melanie Vogelbach, Britta Sadoun, Mario Pezzini

Botschafter, Unternehmensvertreter, Mitarbeiter aus Ministerien und von zivilgesellschaftlichen Organisationen füllten den großen Saal im Haus der Wirtschaft, in dem die Hauptautoren Mario Pezzini, OECD Development Centre, und Victor Harison, African Union, Kernergebnisse des aktuellen Berichts zu „Africa's Development Dynamics 2019“ vorstellten. 

Auf Einladung des BDI, als einer der Träger der Subsahara-Initiative SAFRI, war K+S gebeten worden, Einblicke in die Investitionen und Aktivitäten in Afrika – spezifisch Uganda – zu geben. So erhielt die wissenschaftliche Untersuchung mit Politikempfehlungen eine praktische Dimension.

K+S ist seit langem als Anbieter von Pflanzennährstoffen auf dem afrikanischen Kontinent aktiv. Einzigartig ist das Engagement von K+S in Uganda. Im Mittelpunkt stehen die Kunden: In diesem Fall die zahlreichen Kleinbauern, die vor großen Herausforderungen stehen. Es geht darum, praxisorientierte Lösungen für die größten Herausforderungen der Kleinbauern anzubieten und diese schrittweise digital zu verknüpfen.

Basierend auf mehrjähriger Erfahrungen vor Ort hat K+S ein neues Geschäftsmodell für Kleinbauern in dem ostafrikanischen Land entwickelt. K+S bringt dabei landwirtschaftliches Anwendungs-Know-how ein und liefert die benötigten Pflanzennährstoffe. Wesentlich ist die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Dies braucht Zeit und Geduld und bietet im Gegenzug enormes Potenzial sowohl für die Menschen vor Ort und für den Geschäftserfolg.

Im November gaben K+S und das südafrikanische Fintech-Unternehmen MFS Africa bekannt, über ein gemeinsames Joint Venture in Akorion, einen Anbieter für digitale landwirtschaftliche Innovationen in Uganda, zu investieren. Ziel ist es, die von Akorion entwickelte, digitale Handelsplattform „EzyAgric“ weiter auszubauen. Diese ermöglicht Kleinbauern in Afrika einen deutlich besseren Marktzugang und zugleich effiziente Abläufe entlang der Wertschöpfungskette für Agrarprodukte.

K+S Partnerschaften in Uganda

Zudem ist K+S an Grainpulse Ltd. in Uganda beteiligt. Im Sommer 2018 hat K+S in das lokale Unternehmen Grainpulse Limited nahe der Hauptstadt Kampala investiert. Gemeinsam mit Grainpulse soll Kleinbauern einen besseren Marktzugang ermöglicht und zugleich effiziente Abläufe entlang der Wertschöpfungskette für Agrarprodukte gewährleistet werden. So bietet Grainpulse pflanzenspezifische Düngemittelmischungen in kleineren Mengen an, die Kleinbauern entsprechend der Empfehlungen ausbringen können. Auf der anderen Seite kauft Grainpulse die Ernte von Kleinbauern auf, um sie im Anschluss weiterzuverarbeiten, unter Umständen anzureichern und schließlich an Kunden zu verkaufen.

Erfahrungen in Uganda hatte K+S bereits während der fünfjährigen Partnerschaft mit der Sasakawa Africa Association gesammelt. Im Hilfsprojekt „Growth for Uganda“ ging es vorrangig um die Weitergabe von Wissen an die dortigen Kleinbauern. Im Fokus standen Anbaumethoden, die richtige Verwendung landwirtschaftlicher Betriebsstoffe bis hin zur optimalen Lagerung der Ernte

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In nur fünf Jahren wurden über 130.000 Kleinbauern in der Region geschult und damit ein positiver Einkommenseffekt bei über 450.000 Menschen erreicht.“

Zum Bericht des Development Centre und der African Union „Africa's Development Dynamics 2019“ (Afrikas Entwicklungsdynamik 2019):

  • Afrikas Wachstumsmärkte weisen ein großes Potenzial für die Transformation ihrer Produktionssysteme auf. Afrikas Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist seit 2000 jährlich um 4,6% gewachsen, die zweithöchste Rate der Welt.
  • Viele lokale Unternehmen nutzen diese Chancen, um in Größe und Produktivität zu wachsen. Der afrikanische Privatsektor ist vielfältig: Er umfasst dynamische "Champions", stabile Unternehmen, kleine wachsende Unternehmen sowie lebensunterhaltssichernde und informelle Firmen.
  • Afrikanische Technologie-Startups haben 2018 eine Rekord-Summe von 1,2 Milliarden USD in Eigenkapital beschafft, verglichen mit 560 Millionen USD im Jahr 2017.
  • Afrika muss seine produktive Transformation beschleunigen, um für die 29 Millionen Afrikaner, die von jetzt an bis 2030 jedes Jahr das Erwerbsalter erreichen, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.

Zur Begegnung auf die aktuellen Herausforderungen für eine produktive Transformation stellt der Bericht drei Hauptwege vor: 1. die Entwicklung strategischer Unternehmenscluster, 2. die Erleichterung regionaler Produktionsnetzwerke z.B. könnten regionale Normen den Kleinbauern bei der Integration in regionale Wertschöpfungsketten helfen, insbesondere in der Landwirtschaft, die 50 % aller Arbeitsplätze ausmacht, 3. Verbesserung der Fähigkeiten von Unternehmen, auf neuen Märkten zu florieren.