Ein Interview mit Johannes

Praktikum unter Tage

Johannes studiert Geotechnik und Bergbau im 3. Semester an der TU Bergakademie in Freiberg. Aktuell sammelt er in einem 6-wöchigen Praktikum spannende Einblicke. Warum er sich für einen Studiengang im Bereich Bergbau entschieden hat und wie seine Praxiserfahrung bisher aussieht, hat er uns in diesem Interview erzählt. 

Glückauf! Kannst du dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Johannes und ich bin 20 Jahre alt. Ich bin vielseitig interessiert und gehe in meiner Freizeit gerne Klettern, Radfahren und Laufen. Aktuell absolviere ich ein Praktikum, welches Teil meines Studiums ist. 

An welcher Universität studierst du und wie heißt dein Studiengang?

Ich studiere an der TU Bergakademie Freiberg Geotechnik und Bergbau im 3. Semester. Ab dem 5. Semester möchte ich mich in der Fachrichtung Bergbau vertiefen.

Über welchen Zeitraum machst du das Praktikum und wie heißt deine Abteilung?

Ich mache das Praktikum über einen Zeitraum von 6 Wochen am Werk Borth und durchlaufe in dieser Zeit alle Abteilungen unter Tage, vor allem die Gewinnung, und die Abteilungen der Produktion über Tage.

Wie kam es dazu, dass du einen Studiengang im Bereich Bergbau gewählt hast?

Ich wollte von Beginn an einen außergewöhnlichen Beruf erlernen. Außerdem bin ich ein Fan von Outdoor-Aktivitäten wie Klettern und Wandern. Als Kind habe ich zudem sehr viele Besucherbergwerke besichtigt, was mein Interesse an dem Beruf zusätzlich geweckt hat.

Ich wollte sehen, wie ein aktiver Bergwerksbetrieb und wie der Tagesablauf eines Bergmanns strukturiert sind. Ich wollte wissen, wo mein Salz herkommt und für was alles es verwendet wird.“
Johannes

Was macht dieses Berufsfeld für dich so besonders?

Ich bin jeden Tag mit neuen Herausforderungen konfrontiert, für die ich mir mit meinen Kollegen Lösungen überlegen muss. Daher ist der Beruf abwechslungsreich und wird selten langweilig. Es handelt sich außerdem um ein Berufsfeld, das immer gebraucht wird und das die ökonomische Entwicklung des jeweiligen Landes, in dem ich arbeiten werde, voranbringt.

Gab es einen Grund, warum du dich gerade für ein Praktikum bei K+S entschieden hast?

K+S ist ein erfolgreiches multinationales Bergbauunternehmen. Dadurch war mir klar, dass ich hier viele Erfahrungen, vor allem für den weiteren Verlauf meines Studiums und meinen späteren Beruf, sammeln kann.

Wie liefen die Kontaktaufnahme und der Bewerbungsprozess ab?

Bei K+S kann man sich unkompliziert über ein Online-Portal bewerben. Nach einer Wartezeit von einigen Wochen erhielt ich eine Zusage für ein anderes als das gewünschte Werk. Aber auch wenn das Werk Borth – aufgrund seiner Entfernung zu meiner Heimatstadt – nicht meine erste Wahl war, kann ich sagen, dass es nicht schlimm war, mein Praktikum etwas weiter weg zu absolvieren. Da in Borth Bergwerk, Saline und Verpackung an einem Standort konzentriert sind, konnte ich die ganze Prozesskette hautnah miterleben. 

Kannst du uns kurz beschreiben, wie dein Tagesablauf aussieht?

Während meines Praktikums war ich in der Frühschicht eingeteilt. Nachdem ich mich umgezogen und meinen Selbstretter und mein Geleucht genommen hatte, bin ich um ca. 5:30 Uhr mit meinen Ansprechpartnern oder Kumpels eingefahren. Jeder, der unter Tage einfährt, muss seine Marke in einem Markenbrett umschieben, damit die Steiger und im Notfall auch die Grubenwehr wissen, wer gerade unter Tage ist. Das Markenbrett gibt es über Tage, am Füllort und im Revier. Mit einer kleinen Frühstückspause zwischendurch wurde bis 13:00 Uhr gearbeitet und wieder ausgefahren. 

Hast du ein paar abschließende Tipps für zukünftige Praktikanten?

Es ist wichtig, früh ins Bett zu gehen, um fit zu sein. Unter Tage zu arbeiten, erfordert andere körperliche Voraussetzungen als über Tage. Habt immer genug Verpflegung dabei. Notiert euch nach jeder Schicht, was ihr an dem Tag gemacht habt, falls ihr Berichte schreiben müsst. Auch wenn es Grubenfunk gibt, können Ausfälle der Kommunikation nicht vermieden werden. Eigenschutz geht bei allen Arbeiten vor! Achtet immer darauf, ob an der Firste ein loser Anker oder Gesteinsbrocken hängen könnte, und tragt immer die PSA, auch wenn die Sicherheitsbrille an vielen Stellen hinderlich erscheint. 

Ich bin an drei Tagen über den Förderschacht aus- und eingefahren.“
Johannes

Vielen Dank für deine Zeit. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg für dein Praktikum.

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