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Glückauf in Zielitz!

Luisa, Johanna und Tom berichten Dir von ihrem spannenden Werkseinsatz in Zielitz bei Magdeburg. Die drei haben 2020 das duale Studium bei K+S begonnen. An der FOM in Kassel studieren Sie Business Administration (Luisa &Tom) und Wirtschaftspsychologie (Johanna). Gleichzeitig absolvieren Sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau:mann bei K+S. Durch den Werkseinsatz bekommen sie einen Einblick in das produktive Geschäft von K+S und haben die Möglichkeit, in die jeweiligen Arbeitsbereiche reinschnuppern. Darüber hinaus sehen sie vor Ort, wie das Salz von unter Tage nach über Tage bis hin zur Verladung gefördert wird. 

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Willkommen in Zielitz

Ihren Werkseinsatz starteten sie gegen 7:00 Uhr am Montagmorgen. Luisa, Johanna und Tom sind mit einem Dienstwagen von Kassel in Richtung Magdeburg gestartet. Nach 4 Stunden Fahrt sind sie an der Pforte des Werkes Zielitz angekommen. Dort wurden sie von Frau Barteit herzlich empfangen und über den Standort sowie den Zeitplan für die Woche informiert. Anschließend gab es eine Sicherheitsunterweisung des Arbeitssicherheitsbeauftragten des Standortes und der Grubenwehr. Nach der Arbeit war dann noch ein bisschen Zeit die Stadt näher zu erkunden. 

Am nächsten Tag stand das Highlight der Woche an: Eine Grubenfahrt! Kurz nach 6:00 Uhr wurden sie von einem Ausbilder abgeholt und zur Besucherkaue gebracht. Dort angekommen, wurden sie mit Helmen, Schutzbrillen, Lampen sowie einem Selbstretter ausgestattet und über dessen Funktionsweise informiert. Um 6:48 Uhr begann das kleine Abenteuer. Im Interview erzählt Luisa:

Wir fuhren 740 Meter tief in die Grube ein. Die Fahrt mit dem Förderkorb ging über zwei Minuten und ich bemerkte, wie die Luft salziger wurde."

Den Vormittag unter Tage verbrachten sie mit spannenden Einblicken in die jeweiligen Arbeitsschritte der Mitarbeiter:innen. Zum Beispiel haben sie gesehen, wie ein Bergbautechnologe Sprenglöcher bohrte und sie befüllte. Einige Mitarbeiter:innen erzählten ihnen, dass sie unter Tage bis zu 40 Minuten mit dem Auto fahren müssen, bis sie an ihrem Arbeitsplatz angekommen sind. Auch Luisa, Johanna und Tom haben eine Autofahrt mit einem Ausbilder unter Tage unternommen. Luisa erzählt lachend: „Die 50 km empfanden wir unter Tage sehr schnell. Durch die Wärme fühlt es sich beim Fahren an, als würde man geföhnt werden.“ Das liegt daran, dass unter Tage Temperaturen zwischen 25 und 50 Grad Celsius herrschen. Der wärmste Punkt liegt in 1300 Metern Tiefe.

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Welt unter Tage

„Ich war sehr fasziniert von der Welt unter Tage und über die Leistungen der Mitarbeiter:innen“, berichtet Tom. Luisa ergänzt: „Ich bin begeistert von dem Fortschritt des Bergbaus. Wenn man sich anschaut, unter welchen Bedingungen vor 100 Jahren die Mitarbeiter:innen gearbeitet haben, ist es mit heute nicht zu vergleichen“. 

Fasziniert von der Dimension unter Tage neigt sich der zweite Arbeitstag dem Ende zu. 

Am dritten und vierten Tag bekamen die drei einen Einblick in die Produktion in den Fabriken über Tage. Der erste Schritt ist die Förderung des Rohsalzes von unter Tage nach über Tage. Das Rohsalz wird über den Förderschacht nach über Tage transportiert. Anschließend wird es im Rohsalzschuppen zwischengelagert oder gelangt direkt in die Produktion. In der Produktion werden zwei unterschiedliche Verfahren angewendet: die Flotation oder das Heißlöseverfahren. Die Befüllung per LKWS und der Bahn erfolgt an der Montanal-Anlage automatisch oder manuell.

 

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Halde in Zielitz

Zudem haben sie einen Einblick in die Ausbildung über Tage und in die Ausbildungswerkstätten der einzelnen Ausbildungsberufe erhalten. 

Ihren vorletzten Arbeitstag beendet sie mit einem Ausflug auf die Halde, wo sie dank des sonnigen Wetters einen großartigen Blick über die Region bekamen. 

Als letzten Programmpunkt des Werkseinsatzes stand eine Führung durch das Labor von Frau Dr. Hirschfeld an. Dort erfuhren sie, dass das Labor essenziell für die Qualitätssicherung der fertigen Produkte ist. Nicht nur die fertigen Produkte, sondern auch die einzelnen Prozessabschnitte der Fabrik, die Haldenrückstände, das gefördertes Rohsalz und die Produktions- und Prozessgewässer werden im Labor untersucht. 

Nachdem sie den ganzen Tag im Labor verbracht haben, war der Werkeinsatz für Luisa, Johanna und Tom vorbei. Bei einer Sache waren sich alle drei dualen Student:innen einig: 

„Die Grubenfahrt war das Highlight unseres Werkseinsatzes in Zielitz“.

Tom fügt hinzu: „Ich fand den Einsatz wirklich Super! Für eine Woche hatten wir ein umfangreiches Programm. Es wurde sehr abwechslungsreich gestaltet und wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig. Am meisten hat mich die Dimension, die man unter Tage hat, fasziniert. Ich habe mich ständig gefragt, wie das hier alles so groß sein kann und wie weit die Strecken unter Tage reichen. Auch die Halde ist sehr beeindruckend. Es ist nicht zu vergleichen, wenn man die Halde auf Bilder oder live vor Ort sieht.“

Auch Luisa konnte einiges aus dem Werkeinsatz mitnehmen: „Mir war zwar vorher schon bewusst, dass das Zusammenspiel von der Verwaltung in Kassel und den anderen Standorten von K+S enorm wichtig ist. Aber durch den Werkseinsatz ist mir nochmal bewusst geworden, dass das eine ohne das andere gar nicht funktionieren kann! Außerdem fand ich es cool, in die Welt unter Tage eintauchen zu dürfen und war begeistert von der Tradition der Bergleute. Viele erzählten, dass sie den Beruf über Generationen hinweg weitertragen.“

Wir verabschieden uns mit einem herzlichen Glückauf und bedanken uns nochmals bei allen Beteiligten für die angenehme und spannende Zeit!" 

Auch ein Danke an Luisa, Tom & Johanna für die spannenden Einblicke. 

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