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Die Ausbildung zur Bergbautechnologin -
Fachrichtung Tiefbautechnik

Emily ist 17 Jahre alt und befindet sich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr zur Bergbauchtechnologin mit der Fachrichtung Tiefbautechnik bei K+S. Sie hat uns berichtet wie ihr Arbeitsalltag aussieht, welches ihre Aufgaben sind und was ihre Highlights in der Ausbildung waren.

Wie Emily auf die Ausbildung aufmerksam geworden ist

Aufmerksam ist sie auf den Ausbildungsberuf durch den Abend der offenen Ausbildung sowie Messen in ihrer Schule geworden. Der Abend der offenen Ausbildung wird jährlich von dem Ausbildungsstandort Werk Werra organisiert und bietet interessierten Jugendlichen und deren Familien die Möglichkeit sich über Ausbildungsangebote und Ausbildungsinhalte zu informieren, sowie handwerklichen Geschicklichkeit im Rahmen kleiner Workshops zu testen.  
Außerdem hat eine Führung durch das Besucherwerk Merkers ebenfalls ihre Entscheidung den Beruf der Bergbautechnologin zu erlernen bestärkt. 
Für die Fachrichtung Tiefbautechnik hat sie sich entschieden, weil sie gerne mit Großmaschinen arbeitet und es sie fasziniert, wie präzise die gigantischen Maschinen trotz ihrer Größe arbeiten können. 

Wem würdest du die Ausbildung empfehlen?

  • Personen, denen es Spaß macht mit großen Maschinen arbeiten.
  • Personen, die auf Herausforderungen stehen.
  • Personen, die etwas Neues entdecken wollen.

Die Ausbildung zur Bergbautechnologin

Emily
Nein, Angst das etwas passiert habe ich keine. Klar ist es nicht immer vorhersehbar was passiert aber da brauch man keine Angst haben.“
Emily

Mit Ausnahmen von dem Bohrwagen-Simulator und dem Lader-Simuator findet die Ausbildung unter Tage statt.  
Lediglich die Betriebsanweisungen und Unterweisungen, sowie verschiedene Lehrgänge finden zu Beginn der Ausbildung über Tage statt. 
Während der Ausbildung wird nicht nur fachspezifisches Wissen vermittelt, sondern auch viel Wert auf Zusammenhalt und Teamgeist gesetzt. Dies ist besonders wichtig, da die Arbeit unter Tage nicht ganz ungefährlich ist. 
In Teambildungsseminaren am Anfang der Ausbildung bekommen die Azubis die Möglichkeit sich besser kennenzulernen, um gleichzeitig den Zusammenhalt zu stärken. Im Ernstfall muss sich jeder auf den Anderen verlassen können. 
Fluchtwegsbefahrungen oder regelmäßige Selbstretterunterweisungen dienen ebenfalls dazu die Azubis auf einen möglichen Ernstfall vorzubereiten.  Für Emily steht fest, dass sie nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung gerne bei K+S bleiben möchte, da ihr die Arbeit sehr viel Spaß macht und ihr der Zusammenhalt untereinander sehr gut gefällt.

Was waren deine persönlichen Highlights bis jetzt in der Ausbildung?

Meine persönlichen Highlights waren bis jetzt das Anschauen des Caterpillar Laders im Bunker Hattorf und die Möglichkeit auch in anderen Schächten des Werkes Werra (Merkers) zu schnuppern."

Der Arbeitstag der angehenden Bergbautechnologin

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Nachdem Emily am Revierplatz angekommen ist beginnt ihr Arbeitstag um 6:35 Uhr mit dem Betreten des Korbes. Es erfolgt die Einteilung an sowie die Fahrt zu den Maschinen. Bevor die Arbeit jedoch beginnen kann wird nochmal eine Rundumkontrolle gemacht, denn Sicherheit ist das A und O. Die Schicht endet mit der Fahrt zum Schacht. Um 13.25 Uhr endet der Tag an der gleichen Stelle, wo er begonnen hat. Mit dem Verlassen des Korbes.  
Besonders viel Spaß macht Emily das Lader fahren, sowieso das Setzen von Firstankern.  Langeweile kommt in der Ausbildung nicht auf, denn es gibt immer wieder neue Herausforderungen. 
Für den restlichen Tag hat Emily frei.  
Sie selbst bestätigt, dass trotz Ausbildung die Freizeit nicht zu kurz kommt. Mit der Ausbildung kann Emily ihr Hobby zum Beruf machen. Die 18-Jährige hat eine große Leidenschaft zum Schrauben. Außerdem fährt sie gerne Moped und ist in der Feuerwehr sehr aktiv. Gerne unternehmen die Azubi Kollegen und Kolleginnen auch in ihrer Freizeit etwas miteinander und grillen zusammen oder statten dem Kali Museum in Heringen einen Besuch ab. Aufgrund von Corona ist dies jedoch aktuell nicht möglich. 
Nicht nur auf die Freizeit wirkt sich die Corona Situation aus, sondern auch die Ausbildung hat sich seitdem etwas verändert. Die Schichtzeiten wurden etwas entzerrt und derzeit können die Azubis nicht in die Nebenbetriebe. Normalerweise sind die Azubis für etwas eine Woche in unterschiedliche Abteilungen, wie zum Bespiel Revier Elektriker oder Füllstelle. Aufgrund von Corona soll das Vermischung in den Schichten der Abteilungen durch das Wechseln der Azubis gering gehalten werden, um das Ansteckungsrisiko zu vermindern.

Das Geschlecht hat keinerlei Bedeutung

Obwohl der Bergbau ein männerdominiertes Berufsfeld ist und Emily nur wenige weibliche Kolleginnen hat, hat sie mit keinerlei Vorurteilen zu kämpfen. Emily berichtet, dass sie unter Tage als gleichwertige Arbeitskollegin geachtet wird und das kein Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht wird. 

Kannst du Frauen und Mädchen ein paar Tipps geben, die gerne im Bergbau arbeiten wollen, aber sich aufgrund des hohen Männeranteils nicht trauen?

Emily
Man sollte die ganze Situation auf sich zukommen lassen. Der Zusammenhalt zwischen Männern und Frauen ist genauso gut wie nur unter Männern. Wir alle sind Untertage Kumpels. Egal ob Frau oder Mann.“
Emily

Vielen Dank Emily, dass du dir die Zeit genommen hast und uns über deine Ausbildung erzählt hast! 

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